Dienstag, Oktober 4, 2011

The Pirates! Band of Misfits [Peter Lord]

Arrrr… Das Genie hinter Chicken Run ist zurück. Und was hat er mit gebracht? Einen Piratenfilm. Och nööö. Trotz meiner temporären Begeisterung für gewisse Parteien konnte ich mit Piratenfilmen noch nie viel anfangen. Ich hasse alle Fluch der Karibik Teile, jeder Errol Flynn lässt mich kalt, jede Piratenbraut kann mich mal kreuzweise. Aber heh, das sieht echt cool aus. Geradezu genial… und ich habe schon lange nicht mehr bei einem Trailer so oft lachen oder wenigstens schmunzeln müssen. Die Animationen sind schick, die Gags können sich sehen lassen, die Dialoge sprechen eine angenehm “erwachsene” Sprache… und natürlich auch Thumbs Up für die Ramones. Wird vorgemerkt.

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Der Dokumentarfilm Lost in La Mancha (2002), der die Dreharbeiten zu Terry Gilliams gescheiterten Mammutprojekt The Man Who Killed Don Quijote begleitet und ironisch kommentiert ist bereits seit Mai auf youtube zu finden. Das teilweise pathetische, teilweise sarkastische, teilweise ungemein intime Porträt Gilliams, seiner Leidenschaft für Don Quijote (1605) und seinem verzweifelten Versuch gegen die Windmühlen der Filmindustrie anzukämpfen, ist von Regisseur Keith Fulton perfekt eingefangen worden, spannend arrangiert und mit erstaunlichen Gedanken versehen. Bei nächster Gelegenheit unbedingt anschauen!

via

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Am Wochenende lief auf Arte die Verfilmung von Marcel Reich-Ranickis Autobiographie Mein Leben (2008), und diese ist dann auch gleich zu Arte+7 gewandert, wo sie für den Rest der Woche kostenlos online empfangen werden kann. Den Film selbst habe ich noch nicht gesehen, kann mich aber gut erinnern, dass mich die literarische Vorlage damals sehr begeistert hat. So sehr man Reich-Ranicki nicht mögen kann, so ein beeindruckendes und ereignisreiches Leben hat er doch hinter sich. Zudem spricht in Mein Leben (1999) die Liebe zur Literatur, zur Kunst und zum Leben an und für sich aus jeder Zeile, ohne dass es jemals selbstverliebt oder angeberisch klingt. Im Grunde genommen brachte mich dieses Buch sogar dazu, den Literaturpapst – den ich bis dahin nur als amüsantes Feuilleton-Kuriosum wahrgenommen hatte – aus völlig neuem Blickwinkel zu betrachten, zu respektieren und zu schätzen. Mal sehen, ob der Fernsehfilm den Geist der Vorlage einfangen und transportieren kann…

Marcel Reich-Ranicki kommt 1920 als Sohn deutsch-polnischer jüdischer Eltern zur Welt und wächst in Wloclawek in Polen auf. Das Abitur macht er in Berlin, wohin er mit den Eltern umsiedelt. Der aus Polen zugezogene Gymnasiast kennt die deutsche Literatur binnen kurzer Zeit besser als seine Mitschüler.
Zum Studium wird er wegen der Rassengesetze nicht mehr zugelassen. Als polnischer Jude wird er 1938 nach Polen deportiert und zwei Jahre später ins Warschauer Ghetto umgesiedelt. Hier lernt er unter unmenschlichen Zuständen die Liebe seines Lebens kennen…


 

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