Links fürs Wochenende

Biologen sind gar nicht so!

Aufruf zur Interdisziplinarität von Natur- und Geistes/Kulturwissenschaften mit dem wunderbaren Fazit: “Die Zusammenarbeit in der Evolutionsforschung rockt!” — 100% signed!

Lobo – Der Wolf vom Zentralplatz

Eine wunderbar empathische, herausragend geschriebene Reportage über den Alltag eines obdachlosen Berbers, die so ziemlich jede Reportage in den Schatten stellt, die ich im letzten Jahr lesen durfte. Über 11 Seiten erzählt Hartmut Wagner von seinen Erlebnissen mit Lobo: Er war dabei, beim Saufen, beim Betteln, beim Platte machen. Eine ganze Woche hat er ihn begleitet und berichtet lebhaft von dieser Erfahrung. Heraus gekommen ist ein großartiger Artikel, der ordentlich Beifall erhalten, zu dem sich gar der Chefredakteur der Rhein-Zeitung noch einmal zu Wort gemeldet hat. Und tatsächlich stellt dieser Artikel für eine Regionalzeitung ein Musterbeispiel an Qualitätsjournalismus dar.

Gif.TV

Diese derzeit grassierende Gif-Euphorie ist vermutlich das erste originäre Web-Retro-Ding der Netzkultur. Passend dazu gibts jetzt den feinen TV-Kanal Gif.TV, auf dem man sich munter durch die verschiedensten animierten Minimalbildchen klicken kann.

The Video Games Plot Scale

Overthinking it zum Verhältnis von Story und Herausforderung in Videogames, von Spielen mit nahezu Null-Story und 100%-Herausforderung (Tetris) bis zu kaum vorhandener Herausforderung aber hoher Storydichte (Heavy Rain).

Was sind eigentlich Club-Kinos?

Filmtogo entdeckt auf Usedom ein klassisches Club-Kino und führt mit dem Besitzer ein Interview über diese (zumindest im Osten) traditionellen cineastischen Veranstaltungsorte, die leider so gut wie ausgestorben sind.

Mit Dank an Testspiel ein sattes Rockpalast-Live-Programm fürs Wochenende… Neue Konzertvideos vom Haldern 2011 direkt über den PC in die Bude:

Doodle-God

Dank eines Zeit-Artikels wurde ich an das herausragende Mini/Browsergame Doodle-God erinnert, dass ich zum Zeittotschlagen nur wärmstens empfehlen kann. Vier Elemente – Wasser, Erde, Feuer, Luft – liefern die (göttliche aristotelische) Basis für unzählige Kombinationen und neue Schöpfungen: Von Lava, Sand und Stürmen über einfache Lebensformen bis hin zum Menschen und dessen kultureller Entwicklung (zum Alkoholiker). Ein einfaches Prinzip, dass verdammt lange, verdammt viel Spaß macht.

‘Raiders': Damon Lindelof’s Love Letter to a ‘perfect movie’

So what, exactly, is it that I love most about you, “Raiders of the Lost Ark”? Man …  I don’t even know where to start. But let’s get past the obvious stuff that all your other admirers seem so dazzled by (the whip!!!) and talk about what truly makes you unique.

Die Kunst aufzuräumen

Ursus Wehrli räumt den Alltag auf, nachdem er das bereits erfolgreich mit Kunstwerken gemacht hat. Das Buch ist vor kurzem erschienen. Wehrlis Verlag findet es nicht so prall, wenn Bilder aus dem Buch gebloggt werden, weswegen wir an dieser Stelle auch drauf verzichten, weiter für das Buch zu werben (aber kauft es euch Leute!). Egal, denn bei Fubiz gibts das Material weiterhin zu bestaunen.

Letztes Jahr auf Seite360:

Weiter gehts mit der Dekaden-Kanonisierung. Dieses Mal sind die besten Theaterverfilmungen der 00er Jahre an der Reihe. Hurts liefern mit Happiness ein frühherbstliches Tief aus Manchester, das auch perfekt zu diesem lauen Sommer passt. Ebenso die stille Apokalypse in Yorck Kronenbergs Welt unter und Arthur Rimbauds verzweifelter Aufschrei zwischen Resignation und Aufbruchseuphorie Abschied. Jason Moran liefert die passenden, eklektischen und freien Töne zur scheinbar schleichenden Apokalypse mit seinem ambivalenten Jazz-Album Ten und J. Cole verirrt sich mit coolen Klängen der New Hip Hop School in diese Tristesse.

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