Montag, Juli 11, 2011

Arghhh sorry… Mein Feedreader hat im Moment so nen kleinen Sommerurlaub und deswegen kommt das mit einiger Verspätung rein. Ein paar Tage sind aber noch Zeit, um den absoluten Exploitation-Klassiker Sasori Scorpion (1972) in voller Länge auf Arte online zu sehen. Dieser fiese, kleine dreckige japanische Sex&Crime-Bastard hat Quentin Tarantino ne Menge Material zur Vermashung bei Kill Bill geliefert und bietet mit seiner derben Mischung aus Gewalt, nackter Haut, Rachedurst und Frauen im Gefängnis ordentlich Stoff für ein sattes Midnight Movie Erlebnis. Dank Jugendschutz erst ab 23 Uhr konsumierbar… aber das ist ohnehin die beste Zeit für solche Filme. Ansehen!

Nachdem sie von ihrem Geliebten Sugimi, einem verbrecherischen Polizeibeamten, der sie als Spitzel benutzte, verraten wurde, möchte sich Nami Matsushima an ihm rächen. Bei dem Versuch wird sie jedoch verhaftet und in eines der härtesten Zuchthäuser Japans eingesperrt. Nach einem erfolglosen Fluchtversuch mit der Mitinsassin Yuki wird der Aufenthalt im Gefängnis immer gewalttätiger. Nun wird sie nicht nur von den selbstgerechten Aufsehern gefoltert und gedemütigt, sondern muss auch die Übergriffe von ihren sadistischen Mitinsassinnen ertragen, da diese seit ihrer Flucht unter Kollektivstrafen leiden müssen. Nami Matsushima wird zu Sasori, dem Skorpion, der scheinbar alles duldet, um dann plötzlich seinen tödlichen Stachel zu benutzen.

Sogar die schlimmste Folter lässt Sasori ihren Schmerz nicht zeigen, und sie kann ihre Rachsucht durch geglückte Gegenangriffe befriedigen. Die Härte in ihren Augen lässt selbst den abgebrühtesten Wächter schwach werden. Beim kollektiven Arbeitsdienst, bei dem alle Gefangenen stundenlang Löcher buddeln und wieder zuschütten müssen, kommt es zu Unruhen unter den Insassen, die in einer Revolte gegen die Aufseher des Zuchthauses enden. Sie besetzen das Lagerhaus und fordern neben Essen und besseren Haftbedingungen auch die Übergabe von Nami Matsushima ein, die nicht bei ihnen ist, um sie aufs Neue foltern zu können. Den Wärtern gelingt es, die von den Frauen besetzten Lagerhallen zu stürmen, und Nami kann während dieses Durcheinanders fliehen. Nach langem Leiden kann sie endlich in Freiheit Rache an ihren Peinigern üben.

via Cinematze

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Merken… öfter mal nach Browser- und Onlinespielen suchen. Denn zwischen Farm Villes, glücklichen Aquarien und Mafiakriegen finden sich immer wieder atmosphärische ästhetische Schätze, die beweisen, dass durchaus auch im einfachen Flash-Fensterchen ein packendes Game-Erlebnis möglich ist. In diesem Fall entsteht dieses bei dem Einbrecher-Geschicklichkeitsspiel Intruded, dessen spielerischer Anspruch besonders in den permanent wechselnden Kameraperspektiven liegt, da das Geschehen grundsätzlich aus der Überwacherperspektive widergegeben wird. Noch großartiger als die Herausforderung, die dadurch entsteht, ist allerdings die besondere Ästhetik zwischen verwackelnden Bildern, Farbfragmenten und verrauschten Aufnahmen.

Wer dann noch ein Stück weitergehen will, darf auch gerne über philosophische und mediale Rückschlüsse nachdenken: Die Loslösung des Individuums im virtuellen Raum, die Perspektive des Anderen, die zur Eigenperspektive wird; der Andere, der nicht die Hölle sondern das Überleben und zugleich dessen Gefährdung ist. Das Verhältnis von Ich und Raum… und so weiter und noch Sahne oben drauf.

via Superlevel

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Woran eigentlich merkt man, dass man die Duisburger Stadtgrenzen verlassen hat? In anderen Pott-Städten scheinen die Menschen zumindest kleidungtechnisch in den späten 90er Jahren angekommen zu sein, während die mit Abstand ödeste und komplett überalterte Niederrheinstadt in eigentlich bemerkenswerter Konsequenz den 80ern fröhnt. Daran wäre ja eigentlich nichts schlimmes, wenn man damit nicht die Kohl Ära und die Dominanz von Pfeifen wie Grönemeyer und Westernhagen verbinden würde. Wie sich die guten Seiten der 80er in die Gegenwart retten, beweisen die Pains of Being Pure At Heart,  die in dem kleinen Saal des FZW ihr neues Album Belong vorstellen [Weiterlesen…]

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Wunderschöne und poetische Animated Gifs hat Ignacio Torres in seinem Stellar-Projekt erstellt. Der schwerelos Tanz des Individuums mit den Sternen wird zu einem kosmischen, verträumten Schauspiel, das einen ungemein großen Raum öffnet und in diesem Tiefe und Weite kreiert. Vielleicht hier und da etwas zu wackelig, zu hektisch, von der Botschaft vielleicht ein Stück zu weit im Esoterischen taumelnd (Der Mensch als Kind des Kosmos etc…), aber bei so viel Schönheit möchte man eigentlich nicht meckern.

I created imagery that showcased this cosmic birth through the use of dust and reflective confetti to create galaxies. The models organic bodily expressions as they are frozen in time between the particles suggest their celestial creation. In addition, space and time is heightened by the use of three-dimensional animated gifs. Their movement serves as a visual metaphor to the spatial link we share with stars as well as their separateness through time.

via i-ref

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…Wie bei jedem Radiohead-Artikel die spannende Frage: Brauch es den denn noch? In diesem Fall gebe ich einfach mal ein uneingeschränktes JA ab. Die komplette Live from the Basement Session von The King of Limbs hat es nämlich ins Netz geschafft und ist in voller Länge auf YouTube zu hören. Und dass sich das lohnt, muss wohl nicht extra erwähnt werden…

Tracklist für die Skipper:

1. Bloom 00:58

2. Daily Mail 07:28

3. Feral 11:38

4. Little By Little 15:08

5. Codex 20:17

6. Separator 26:02

7. Lotus Flower 32:14

8. Staircase 37:41

9. Morning Mr. Magpie 42:57

10. Give Up The Ghost 48:29

via Testspiel

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