Sonntag, Juni 12, 2011

Natürlich interessieren uns als Kulturblog an der aktuellen Gaming-Szene primär die Titel, die dazu geeignet sind, Videospiele als avantgardistisches, experimentierfreudiges Kulturgut auszuzeichnen. In dem Sinne sind Spiele wie Battlefield3, Need for Speed7 oder Fifa426 ungefähr so interessant wie der x-te Transformers-Teil für die Cineasten. Sieht alles nett aus, macht auch Spaß, ist aber doch letzten Endes meistens nicht mehr als kurzfristig unterhaltsamer Blockbuster Fast Food. El Shaddai dagegen sieht tatsächlich originell aus und begeistert allein schon durch seine fantastische, eigenständige Grafik, die auf dem Fundament eines satten Weißes faszinierende Licht- und Farbenspiele generiert. Was das Spiel dann gameplaytechnisch kann, rückt dabei schon ein wenig in den Hintergrund (und hier scheinen mit deftiger Hack&Slay-Action und kniffligen Jump N Run Passagen auch keine  echten Wegmarker gesetzt zu werden). Wenn ein Spiel aber derart konsequent grafisch experimentiert und die technischen Möglichkeiten der aktuellen Konsolengeneration ausnutzt, um nicht nur technisch sondern auch ästhetisch(!) auf höchstem Niveau zu agieren, dann verdient es schlicht Applaus. Und diesen bekommt es hiermit. Einmal staunen bitte!

El Shaddai wird im Juli dieses Jahres in den USA für XBOX360 und Playstation3 veröffentlicht. Die europäischen Eskapisten müssen sich noch bis zum 9. September gedulden.

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Düstere postapokalyptische Aufnahmen des 2005 vom Hurricane Katrina zerstörten Vergnügungspark Six Flags New Orleans. Mit einem nicht zu übersehenden Faible für Zombiefilme gedreht und editiert von Teddy Smith. Genau das gibt das seit der Katastrophe verlassene Gelände aber auch perfekt her.

Six Flags New Orleans was destroyed by Hurricane Katrina in 2005.
It has been abandoned ever since.
This film was made in October 2010 by Teddy Smith.
The park is scheduled to be demolished in January 2011.

via eayz

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Der frische und zugleich nostalgisch verwehte Post Punk, Indie Rock, Grunge und Math Rock Bastard “Nothing Hurts” von Male Bonding war eines der besten Alben 2010 (wer das nicht glaubt, kann es gerne noch einmal in unserer Review nachlesen). Der Nachfolger “Endless now” wird am 30. August bei Sub Pop erscheinen, produziert von John Angello (Thurston Moore, Dinosaur Jr.). Und mit dem Song Bones gibt es schonmal einen ganz guten Vorgeschmack auf das neue Material. Luftiger, epischer, verquerer Indie Rock. Nicht ganz so ungestüm wie auf Nothing Hurts (das aber auch seine balladesken Momente hatte), dafür nach wie vor spannend und ordentlich ins Ohr gehend.

via Stereogum

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Okay, okay… es braucht kein langes Drumherumreden. Auch dieses Mal tendieren unsere hörenswerten Alben wieder in Richtung der dunkel schillernden Seite des Sommers. Soll Rinko sich doch um den feuchtfröhlichen Pop kümmern. Hier geht es wieder tief hinein ins Herz der Finsternis, an dessen Ende doch so etwas wie pure Schönheit wartet. So baden wir mit Fink in schwüler Düsterromantik und lassen uns von dem Postrock Esmerines in postapokalyptische Gefilde entführen.  Und weil wir mal wieder etwas hinterher hängen, liefern wir Thurston Moore und 13&God noch zwei Mai-Reviews nach.

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