Trent Reznor und Karen O. covern Led Zeppelin für David Finchers Verfilmung von Stieg Larssons Verblendung (The Girl with the Dragon Tattoo)

Überlange Überschrift für epische Kollaborations-Polygamie von ihrer schönsten Seite: Trent Reznor (Nine Inch Nails) der zusammen mit Atticus Ross schon für The Social Network einen Oscar für die beste Filmmusik für sich verbuchen konnte und Karen O., Frontfrau der Yeah Yeah Yeahs, deren liebreizende Musik unter anderem in der wunderschönen Fantasyadaption Where the wild things are zu vernehmen war, kollaborieren für den Soundtrack von “The Girl with the Dragon Tatoo”. Und dieser stammt von niemandem geringeren als David Fincher. Um den traumhaften Künstlerreigen zu vervollständigen: Die beiden spielen nicht irgendein Lied, sondern covern “Immigrant Song” von Led Zeppelin.

Zu hören gibts das Teil, das die deftigen Hard Rock Riffs von Jimmy Page ordentlich durch den Elektronik-Fleischwolf dreht, derzeit nur im offiziellen Trailer von “The Girl with the Dragon Tatoo”… aber bereits das ist so “Whoaahh!”. “The Girl with the Dragon Tattoo” ist nichts anderes als der englische Titel von Stieg Larssons erstem Band der Millennium-Trilogie, der in Deutschland unter dem Titel Verblendung (2005) bekannt ist. Dieser posthum veröffentlichte Roman wurde bereits 2009 in Schweden verfilmt.  Die Verfilmung erhielt – trotz einer gewissen Fernsehfilmästhetik –  ausgesprochen positive Kritiken; und es war irgendwie dann doch nur eine Frage der Zeit, bis auch dieser Film das klassische Hollywood-Remake erhalten sollte. Dass dieses nun von David Fincher (Fight Club) inszeniert und mit der großartigen Musik von Trent Reznor und Karen O. unterstützt wird, lässt allerdings durchaus hoffen, dass die US-Version in diesem Fall sogar besser als das Original werden könnte. Und eine derartige Traumverbindung schreit natürlich nach gleich mehreren Videos. Deswegen gibts nach dem Trailer mit dem entsprechenden Song  zu allererst das Original von Led Zeppelin Immigrant Song (1970), das auf der Led Zeppelin III vertreten ist. Im Anschluss eine tiefe Verbeugung vor Reznors “The Social Network”-Soundtrack und als Sahnehäubchen obendrauf Karen O. in Where the wild Things are (2009).

via Stereogum

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Der Original “Immigrant Song” zu dem Robert Plant anmerkte:

We went to Iceland, and it made you think of Vikings and big ships… and John Bonham’s stomach… and bang, there it was – Immigrant Song!

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Bereits im Soundtrack zu “The Social Network” bewies Trent Reznor sein Talent, einen Film David Finchers mit atmosphärisch, dichter Musik zu unterlegen. Treibend, spannungsgeladen, dramaturgisch perfekt ausbalanciert und dennoch sich nie zu aufdringlich in den Vordergrund spielend. Der verdiente Lohn 2010: Golden Globe und Oscar für die besten Filmmusik.

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Auch Karen O. hat ein Händchen für stimmungsvolle Soundtracks… Zuckersüß untermalt sie mit viel Gespür für Tempo und traumwandlerischen Gesang die verspielten Szenen von Where the wild Things are.

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