Hypnotizing Wrestling

Ja verdammt. Ich hatte auch meine Wrestling-Phase. Muss wohl so Anfang der 90er gewesen sein… WWF natürlich. WCW fand ich damals ziemlich lame, und als die dann bigger und cooler wurde, war ich meiner Wrestlingphase schon wieder entwachsen. Tatanka fand ich damals übrigens am besten und habe es den Drehbuchautoren auch nie verziehen, dass sie ihm zum Heel (Bösewicht) gemacht haben (der sich dann sogar noch mit Yokozuna verbrüderte). Ein Mark (Fan der glaubt, die Kämpfe wären echt und nicht inszeniert) war ich nie, soweit ich mich erinnere. Und die Show drumherum fand ich immer cooler als die Kämpfe selbst. Anyway, das Video unten zeigt, dass sich eine richtig geniale Show perfekt in einen Kampf integrieren lässt: Zuerst Hypnose (von den Kommentatoren vollkommen zurecht als illegal gebranntmarkt) und dann die coolsten Dance-Moves, die man je im Ring sehen durfte. Kein nervig redundantes Gekloppe, keine sich wiederholenden Würfe, keine lahmen Stuhlzweckentfremdungen… Just three minutes of pure Wrestling-Awesomeness.


via Gilly

Die besten Filme der 90er und 00er Jahre: Was ist eigentlich mit dem Slasher-Genre?

Genau! Was ist eigentlich mit den ganzen Schlitzern und Stechern, den maskierten Mördern, den masskarierten Teenagern und traditionellen Regeln? Immerhin hat es nach dem großen Erfolg von Scream und dessen beiden Fortsetzungen eine ganze Reihe von Slasher-Filmen gegeben, die mehr oder minder erfolgreich waren. Haben die nicht ihren Platz in einer vernünftigen 90er Horrorfilmretrospektive verdient? Auch wenn es nur ein Revival war? Schließlich sorgten auch das Torture-Porn und Zombie-Revival für einige Horror-Hochkaräter der 00er Jahre… Gerade angesichts des überraschenden vierten Teils der Scream-Franchise – quasi das versuchte Revival des Revivals – lohnt es sich doch noch einmal einen Blick auf die großen Teenslasher der 90er Jahre zu werfen und zu fragen, warum diese irgendwie nicht so recht in die Annalen der Horrorfilmgeschichte eingehen wollen.

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Poetisches für den Sonntag: Olly Moss Art Show

Olly Moss dürfte den meisten Bloggern, Bloglesern und kunstbegeisterten Surfern ein Begriff sein. Vor allem für seine Designs berühmter Filmplakate, die auf gestalterischen Minimalismus, simple Vektrografiken und einen gewissen Nostalgiefaktor setzen, besitzt der amerikanische Künstler mittlerweile ein hohes Ansehen in der Netzgemeinde. Am siebten Mai hat er seine erste Soloausstellung in der Gallery 1988 in Melrose organisiert. Dort stehen seine faszinierenden – ebenfalls minimalistischen – Schwarzweiß-Schnitte bekannter Persönlichkeitssilouetten im Mittelpunkt. Zwischen Popkultur, Nerdkultur und Hochkultur: Von amerikanischen Präsidenten über die Simpsons bis zu klassischen Memen des Nerdzeitalters ist alles dabei. Craig Shimala – ein Freund von Olly Moss – hat Eindrücke zu der Ausstellung in einem sehr schönen Video festgehalten. Wer Lust auf den totalen kulturellen, poetischen Sonntagsoverkill hat, sollte sich unbedingt durch den Flickr-Channel von Moss klicken, in dem es verdammt viele wunderbare Entwürfe des Designkünstlers zu sehen gibt.

via Moss himself

Meta-,- Meta-, Messerstecher – Rezension zu Scream 4

Es ist schon eine Crux mit den lange Zeit nach den Originalen nachgeschobenen Fortsetzungen… Und gerade in den letzten Kinojahren ging das selten gut aus: Indiana Jones 4? Katastrophe! Die Prequels der Star Wars Franchise? Nur noch ein Schatten der urspünglichen epischen Weltraumsaga. Und dann natürlich der Fortsetzungs- und Remakewahn im Horrorbereich (ganz zu schweigen von kruden Mashups wie Freddy vs. Jason). Nur selten gibt es Lichtblicke… Und wenn ausgerechnet eine Serie weitergeführt wird, die schon in den 90ern ein Revival darstellte – mit einem guten Film und zwei immer durchschnittlicher werdenden Fortsetzungen –  die zudem von Beginn an gerade mal als Trilogie angelegt war, ist erst Recht Obacht geboten. Insofern waren die Erwartungen an Scream 4 erst einmal niedrig, mehr als eine nette Nostalgieversanstaltung wurde nicht erhofft, und ein Blick auf die Mitkinogänger – Anfang 30, Horrorfilmfreunde, irgendwie noch in den 90ern beheimatet – ließ erahnen, dass es dem restlichen Publikum auch nicht viel anders ging.

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