Poetisches für den Sonntag: Pedro Salinas meets Four Tet

Sprachkritik des frühen 20. Jahrhunderts trifft auf Kieran Hebdens musikalischen Ausdruck des Unausgesprochenen, oder: Einfach mal die Fresse halten.

 

¿Por qué tienes nombre tú,día,miércoles?

¿Por qué tienes nombre tú, tiempo,otoño?

Alegría, pena, siempre ¿por qué tenéis nombre: amor?

 

Si tú no tuvieras nombre,

yo no sabría qué era,

ni cómo, ni cuándo. Nada.

 

¿Sabe el mar cómo se llama,

que es el mar? ¿Saben los vientos

sus apellidos, del Sur

y del Norte, por encima

del puro soplo que son?

 

Si tú no tuvieras nombre,

todo sería primero,

inicial, todo inventado por mí

intacto hasta el beso mio.

Gozo, amor: delicia lenta

lentade gozar, de amar, sin nombre.

 

Nombre,¡ qué puñal clavado

en medio de un pecho cándido

qué sería nuestro siempre

si nu fuese por su nombre!

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Warum hast du einem Namen, Tag, Mittwoch?

Warum hast du einen Namen, Jahreszeit, Herbst?

Heiterkeit , Schmerz, warum habt ihr stets einen Namen: Liebe?

 

Hättest du keinen Namen,

so wüßt´ ich nicht, wer es war,

nicht wie und nicht wann. Nichts.

 

Weiß das Meer, wie es heißt: weiß es,

dass es das Meer ist? Wissen die Winde

ihre Bezeichnungen, Süd

und Nord, über

den reinen Atem hinaus, wer sie sind?

 

Hättest du keinen Namen,

so wär alles wie Anfang,

ursprünglich, alles von mir erfunden,

unberührt vor meinem Kuss

Freude, Liebe: langsame Lust

Des Sich-Freuens, Liebens, ohne Namen.

 

Name, was für Dolch, hineingestoßen

mitten in eine unschuldige Brust,

die uns ewig gehörte,

hätte sie nur ihren Namen nicht!

 

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