Teofila Reich-Ranicki gestorben

Sie war mehr als nur die Frau an der Seite des berühmten Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki. Die Überlebende des Warschauer Ghettos Teofila Reich-Ranicki veröffentlichte schon vor einiger Zeit, Zeichnungen und Grafiken, die im Ghetto entstanden waren und das dortige Leben ebenso eindrucksvoll wie erschreckend dokumentieren. Die kleinen, einfachen, meist skizzierten Grafiken schildern auf bedrückende Weise die Entbehrungen, die Schrecken und die Wilkür, die das Leben der Juden unter der Herrschaft der Nazis dominierten. Unter großen Anstrengungen konnte Teofila Reich-Ranicki diese Werke zusammen mit ihrem Mann erhalten und aus dem Ghetto herausschmuggeln. Mittlerweile wurden die Werke im jüdischen Museum in Wien ausgestellt und sind darüber hinaus in Buchform veröffentlicht worden (Es war der letzte Augenblick: Leben im Warschauer Getto). Mit Teofila Reich-Ranicki stirbt eine große Künstlerin und wichtige Zeitzeugin der Greuel der NS-Herrschaft.

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