Erwischt! Man kann hier natürlich gar nicht anders als irgendein albernes Wortspiel als Überschrift anzusetzen. Haben die drüben bei Spreeblick schließlich auch gemacht. Dort heißt es dann eben “Der werfe den ersten Stein…”. Weitere unzählige Kalauer, die mir dank Kommunionsunterricht und 18 Jahre religiöser Sozialisation einfallen: Am zweiten Tag erschuf Gott Himmel und Legoland, Selig sind die Kombinierenden, Und wenn ich auch wandere durch noppenfreies Tal, Du sollst keine Klötzchen neben mir haben… Ich unterbrech das dann mal an dieser Stelle. Denn viel cooler als jedes alberne Lego/Bibel-Wortspiel ist das wahrhaft monumentale The Brick Testament, vom Schöpfer Brendan Powell Smith vollkommen zurecht als “The world’s largest, most comprehensive illustrated Bible” bezeichnet. Hier gibt es praktisch alles in Lego-Form: Von der Genesis über die Evangelien bis hin zur Offenbarung. Mit erläuterndem Text unterlegt, mit Sprechblasen versehen und ungemein akribisch und detaillverliebt mit Legosteinen nachgebaut und abfotografiert.
Kommt es mir nur so vor, oder werden die Mashups in letzter Zeit immer intellektueller? Anyway, das hier gehört zum Besten, was es in letzter Zeit auf der Bastard-Schiene der Kunst zu bewundern gab. Die Bilder von Star Wars reflektieren die Philosophie Jean-Paul Sartres (in französisch und mit englischen Untertiteln, so wie’s sein soll): Das Sein und das Nichts, die unendlichen Möglichkeiten, die Verzweiflung, die Abhandenheit Gottes… und das alles in der Welt der Sith und Jedi… Groß!
War das ein Oster-Wochende… mit frühsommerlichen Temperaturen, blauem Himmel und allerfeinstem Biergarten-Wetter. Nun ist endgültig die Zeit für entspannte Musik, die jeden Sonnenstrahl nochmal endlos multplizieren und das Sonnebad noch schöner anfühlen lassen kann, als es eh schon ist. Wem allerdings die vielen Menschen im Park ein Graus sind, der darf sich mit Crystal Stilts in den Schatten setzen oder das neue Album von Ja, Panik auf einem Ledersofa im Hotel Foyer des Maritim hören. Yuck hingegen zerstören dein Jugendzentrum und Jeremy Jay mag irgendwie alle und alle mögen ihn.