Ich finde “The Cell” ja totlangweilig… Aber ich liebe, liebe, liebe diesen gottverdammten “The Fall”. Der wahrscheinlich am meisten unterschätzte Film des letzten Kinojahrzehnts und ohne Einschränkung einer der besten Fantasyfilme überhaupt. Wenn ich mir jedoch den Trailer zu Immortals anschaue, befürchte ich, dass dieses fantastische narrative Metastatement wohl eher ein einmaliger Glücksgriff Singhs war. Denn die Mythologen-Verfilmung Immortals wirkt doch allzu sehr nach Style over Substance. Klar, die Bilder sind großartig, richtig umwerfend sogar. Das ist schon mehr als 300 in gut aussehend, das bricht sowohl Avatar als auch Inception locker die Knochen. Die Story dagegen klingt dann eher so… joa… Titanen und Götter halt. Aber eigentlich… so im Grunde… ach was! Allein wegen dieser umwerfenden Bilder will ich den Film sehen. Im Kino. Und zwar in 2D!
Ebenso wie Nora ist auch Hedda Gabler eingesperrt, doch Hedda ist von ganz anderem Kaliber. Sie ist, oder vielmehr war ein wildes Mädchen, eine Laura Palmer. Bevor sie sich mit den, sie langweilenden, Kulturhistoriker Jörgen Tesman verheiratete, hatte sie, so scheint es, einige Liebesbeziehungen. Eine Laura Palmer also die versucht eine Lady Macbeth zu sein. Doch sie hat eben mehr gemein mit ersterer, der schönsten Wasserleiche der Welt aus „Twin Peaks“, als mit Lady Macbeth. Vor allem ist sie am Ende genauso tot.
Heute der Hinweis auf eine Leipziger Künstlerin, die unter dem Namen „laquaffe“ bereits erste Ausstellungen in Leipzig hatte, unter anderem im Leipziger Szenecafé “Kanal 28″, im “Staubsauger” und im “Westwerk”. Kleinere Ausstellungen waren in Leipziger Clubs und Bars zu sehen. Am 06. Mai eröffnet sie eine neue Ausstellung “still leben” in der sju-Galerie, Könneritzstraße 76 in 04229 Leipzig. Für diese Ausstellung hat sich laquaffe mit einer für sie neuen Kunstform beschäftigt: Nicht wie bisher mit Sprühdose bewaffnet, arbeit sie am heimischen Computer und fasst kritischen Ideen in exakt definierte Vektorgrafiken. Das Thema der Ausstellung ist die Gedankenwelt der Überflussgesellschaft. “Reizüberflutung”, “moderner Egoismus”, “ein kleines Glück” – das sind Schlagworte, die beschreiben, was den Besucher auf den zahlreichen Papierdrucken an den Wänden der sju-Galerie erwartet. Neben Grafiken werden ausgewählte Leinwandbilder in Schablonentechnik präsentiert. Dabei entstehen erste Gemeinschaftsarbeiten mit dem Berliner Graffitikünstler PAOT, der in Banksy-Manier anonym bleiben möchte und man somit eine seltene Gelegenheit hat ihn live zu erleben.
Üblicherweise kommen die Filme bei unseren Abrissen ja aus den verschiedensten Genres und haben keinen direkten Zusammenhang untereinander. Das ist in diesem Fall anders. Die drei Filme, die ich hier rezensieren möchte, fallen nicht nur in ein gemeinsames vages Genre, das man mit Fug und Recht als Nerdfilm bezeichnen könnte, sie leiden auch alle drei genau deswegen – mal mehr, mal weniger – unter dem selben Problem: Dem forcierten Awesomeness-Faktor, der in einem Fall die Qualität des Films eher steigert, in dem anderen die gute Grundidee torpediert und im dritten Fall schließlich für ein peinliches Beinahe-Disaster sorgt. Scott Pilgrim vs. the World, die Verfilmung eines in Nerdkreisen kultig verehrten Comics, Kick-Ass die Reinterpretation von Superheldenmythen in Zeiten des Nerds und Sucker Punch, das versuchte und gescheiterte Metastatement sind für sich jeweils Filme, die direkt am Puls der Zeit sitzen, den aktuellen kulturellen Diskurs der Popmoderne – oder eben Nerdkultur – widerspiegeln und zugleich für ihre eigene Vermarktung ausnutzen. Aber wie viel steckt tatsächlich hinter diesen Streifen?
Wunderbar skurriler, schaurig schöner und düsterromantischer Stop-Motion-Surrealismus-Trip, der sich zwischen frühen Tim Burton Anti-Märchen und Jan Svankmajers verstörenden filmischen Installationen bewegt. Das Making-Of gibt’s nach dem Break.
Neomorphus (Brasilien 2011)
Regie: Animatorio
Transformation trough mutations stages. Evolution as a function gain is called neomorphic. Imaginary creatures adapt into an Ecosystem and the transformation of these habitats for these creatures generates a fantastic cycle. The mutation symbolism is part of our experiences in that trajectory, changing places, finding a new spectrum, a new phase, evolving.
Neomorphus is the second movie created for the series of free mini-shorts named Praepostere, the first being “Adiantum pedatum” – made with stop-motion technique with the theme of unusual developments in a morbid visionary.
Während Florian sich in den Retrospektiven der jüngeren Filmgeschichte widmet, will ich mich mal auf die Anfänge des Kinos konzentrieren. Meine Filmische Bildung beginnt mit Charlie Chaplin. Charlie Chaplin, Buster Keaton und Friedrich Wilhelm Murnau. Warum? Weil sie die ersten waren die das Medium des “magischen Fotos” nutzten um Geschichten zu erzählen und damit den Siegeszug des Films erst möglich gemacht haben. Und wer sich aus heutiger Perspektive mit der Stummfilmzeit auseinandersetzt, dem ergeht es wie einem Atheisten mit der Bibel: er überspringt die ersten Kapitel und blättert rein, dorthin wo es spannend wird.