Die 90er Jahre: Die besten Tragikomödien des Jahrzehnts I

So, sechs Komödienretrospektiven haben wir hinter uns gebracht (Parodien, Grotesken, Slacker, bitte, bitte, bitte…). Wenden wir uns nun der gekonnten Mischung aus Tragik und Komik zu. Wie schon bei den Komödien aufgefallen, ist es gar nicht so leicht das Genre der Tragikomödie einzugrenzen. Gelungene Komödien bieten immer auch tragische Momente, große Dramen haben auch oft genug ihre komischen Seiten. Und was sich dann genau dazwischen abspielt, ist eben oft auch eine Frage des persönlichen Geschmacks und Empfindens. Egal, diese Filme bieten – jeder für sich – genug fürs Herz, für die Sinne, zum Schmunzeln, manchmal auch zum Lachen und selbstverständlich zum Weinen. Komisch schön, tragisch schön, einfach nur schön… die besten des Jahrzehnts. Mit einem Lächeln und einer Träne Teil 1…

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Indie Stars, bevor sie berühmt wurden…

Der Death Cab For Cutie Sänger als rumpelnder 90er Punk, Trent Reznor mit ekliger 80er Frisur und viele andere heute eher für cooles Auftreten bekannte Indie-Stars in Commercials und Filmprojekten, die sie weniger mystisch sondern so normal wie Otto Normalbürger auf einem Hochzeitsvideo dastehen lassen.

Hier nun ein kleiner Appetizer von 1993, der Ben Gibbard mit einer Schulband in den wilden Anfangs 90er zeigt, wo echte Jungs noch Topdeckel-Frisur und zu lange Shirts trugen.

weiter geht es auf Stereogum

Irgendwie fehlt da aber noch das Video dieser hoffnungsvollen Newcomer- Band, die einen gewissen  Maynard James Keenan als Sänger und ein Eddie Murphy Double am Bass hatte.

Stanley Kubrick – A Filmography

Sehr schick designter, minimal animierter und angenehm nachdenklicher Schnelldurchlauf der Filmographie Stanley Kubricks von Martin Woutisseth mit der Musik von Romain Trouillet…

Animation made with mixing each Kubrick’s movies. Typography, colors, patterns and symbols are re interprating. The old man is watching behind his life, nostalgic and the young one is thinking about his future to write.

via KFMW

Fear and Desire (1953)
Killer’s Kiss (1955)
The Killing (1956)
Paths of Glory (1957)
Spartacus (1960)
Lolita (1962)
Dr. Strangelove, or How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb (1964)
2001: A Space Odyssey (1968)
A Clockwork Orange (1971)
Barry Lyndon (1975)
The Shining (1980)
Full Metal Jacket (1987)
Eyes Wide Shut (1999)

Links fürs Wochenende

Dads are the original Hipster

Jepp… genau so sieht es aus, wie uns dieses Blog eindrucksvoll beweist.

“Andere sind reich – Ich bin legendär.”

Interview mit Blixa Bargeld, Sänger der Einstürzenden Neubauten.

Doug Walker aka That Guy with the Glasses über seine Einflüsse

Sollte eigentlich schon letzte Woche hier stehen, ist aber unerklärlicherweise unter den Tisch gefallen. Der Nostalgia Critic Doug Walker über Comedians, die seine Podcasts besonders beeinflusst haben. Ein interessanter Blick hinter die Rolle des cholerischen Filmkritikers.

“Das digitale Medium ist mir unendlich fremd.”

Spannendes Interview mit Helmut Karasek über seine Präferenz des Analogen gegenüber dem Digitalen, Trivialliteratur und politische Neuorientierungen.

Web-Videos: Das ultimative Travel-Kit für 100€

Was nutzt die beste Kamera wenn man sie nicht dabei hat? Lange habe ich mit all möglichen Kameras und Stativen herum experimentiert, bis ich die perfekte Kombination gefunden habe aus Preis, Leistung, Größe und Gewicht. Das Beste: diese Ausrüstung ist gar nicht teuer.

von Richard Gutjahr

8 Jahre Gee: Ein Rückblick

Zockwerk Orange über das letzte wirklich lesenswerte Videogame-Printmagazin und das mögliche Verschwinden der Zeitschrift aus den Kiosken.

Letztes Jahr auf Seite360:

Die Redaktion streitet sich um die Deutungshoheit über das neue Deftones-Album Diamond Eyes und versöhnt sich beim Flanieren auf der Kastanienallee. Rinko genießt neue Musik von Interpol und radikale Visualisierungen von M.I.A. Florian beäugt kritisch den Mysterythriller Triangle und euphorisch den Altman-Klassiker The Player, der es schließlich bis zu den besten Satiren der 90er schafft (Brücke zum Hier und Jetzt schlagend). Außerdem gibt es dann noch eine etwas kleinere Abfeierung von Martin Scorseses Shutter Island und eine etwas Größere von Noah Baumbachs Tragikomödie Der Tintenfisch und der Wal, während Marcus im surrealen Stummfilmklassiker Un Chien Andalou von Salvador Dali und Luis Bunuel verloren geht.

 

Teofila Reich-Ranicki gestorben

Sie war mehr als nur die Frau an der Seite des berühmten Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki. Die Überlebende des Warschauer Ghettos Teofila Reich-Ranicki veröffentlichte schon vor einiger Zeit, Zeichnungen und Grafiken, die im Ghetto entstanden waren und das dortige Leben ebenso eindrucksvoll wie erschreckend dokumentieren. Die kleinen, einfachen, meist skizzierten Grafiken schildern auf bedrückende Weise die Entbehrungen, die Schrecken und die Wilkür, die das Leben der Juden unter der Herrschaft der Nazis dominierten. Unter großen Anstrengungen konnte Teofila Reich-Ranicki diese Werke zusammen mit ihrem Mann erhalten und aus dem Ghetto herausschmuggeln. Mittlerweile wurden die Werke im jüdischen Museum in Wien ausgestellt und sind darüber hinaus in Buchform veröffentlicht worden (Es war der letzte Augenblick: Leben im Warschauer Getto). Mit Teofila Reich-Ranicki stirbt eine große Künstlerin und wichtige Zeitzeugin der Greuel der NS-Herrschaft.

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God save the queen
‘Cause tourists are money
And our figurehead
Is not what she seems

(God Save The Queen, Sex Pistols)

Es ist falsch, wenn nur eine Familie das Oberhaupt eines Staats stellen darf. Es ist falsch, diese Sippe mit Schlössern, Ländereien und Apanagen auszustatten, damit jeder der Ihren vor Arbeit bewahrt bleibe und im Luxus lebe. Es ist falsch, den Windsors und von Freitag an auch der reizenden Kate Middleton zu huldigen als “Eure Königliche Hoheit” oder gar als “Eure Majestät”. Falsch, sie als etwas anderes zu sehen denn als Menschen aus Fleisch und Blut, wie du und ich.

 

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Can You Please Crawl Out Your Window? von Bob Dylan, gesungen von einem Japaner mit Sonnenbrille…

… und das ist mitnichten so schräg, wie die etwas launige Überschrift vermuten lassen könnte. Ganz im Gegenteil. Diese Cover-Version von Bob Dylans Klassiker der “Highway 61 Revisited” (1965) atmet und lebt den Geist Dylans: Die Stimme, das Gitarrenspiel, die Attitüde, das Unperfekte und gerade dadurch so Authentische… Da stört auch das akzentdurchsetzte englisch, des Sängers nicht im Geringsten. Das ist einfach nur verdammt gut. Und weil’s so schön ist, gibts nach dem Klick noch gleich das Original obendrauf.

via Dangerous Minds

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Und Gott sah, dass es eckig war… Die Bibel als Lego-Set

Erwischt! Man kann hier natürlich gar nicht anders als irgendein albernes Wortspiel als Überschrift anzusetzen. Haben die drüben bei Spreeblick schließlich auch gemacht. Dort heißt es dann eben “Der werfe den ersten Stein…”. Weitere unzählige Kalauer, die mir dank Kommunionsunterricht und 18 Jahre religiöser Sozialisation einfallen: Am zweiten Tag erschuf Gott Himmel und Legoland, Selig sind die Kombinierenden, Und wenn ich auch wandere durch noppenfreies Tal, Du sollst keine Klötzchen neben mir haben… Ich unterbrech das dann mal an dieser Stelle. Denn viel cooler als jedes alberne Lego/Bibel-Wortspiel ist das wahrhaft monumentale The Brick Testament, vom Schöpfer Brendan Powell Smith vollkommen zurecht als “The world’s largest, most comprehensive illustrated Bible” bezeichnet. Hier gibt es praktisch alles in Lego-Form: Von der Genesis über die Evangelien bis hin zur Offenbarung. Mit erläuterndem Text unterlegt, mit Sprechblasen versehen und ungemein akribisch und detaillverliebt mit Legosteinen nachgebaut und abfotografiert.

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Star Wars feat. Sartre – Existenzialistisches Weltraum-Mashup

Kommt es mir nur so vor, oder werden die Mashups in letzter Zeit immer intellektueller? Anyway, das hier gehört zum Besten, was es in letzter Zeit auf der Bastard-Schiene der Kunst zu bewundern gab. Die Bilder von Star Wars reflektieren die Philosophie Jean-Paul Sartres (in französisch und mit englischen Untertiteln, so wie’s sein soll): Das Sein und das Nichts, die unendlichen Möglichkeiten, die Verzweiflung, die Abhandenheit Gottes… und das alles in der Welt der Sith und Jedi… Groß!

via Nerdcore

Hörenswertes: April 2011 (III): Fleet Foxes, Ja Panik, Jeremy Jay, Crystal Stilts, Yuck

War das ein Oster-Wochende… mit frühsommerlichen Temperaturen, blauem Himmel und allerfeinstem Biergarten-Wetter. Nun ist endgültig die Zeit für entspannte Musik, die jeden Sonnenstrahl nochmal endlos multplizieren und das Sonnebad noch schöner anfühlen lassen kann, als es eh schon ist. Wem allerdings die vielen Menschen im Park ein Graus sind, der darf sich mit Crystal Stilts in den Schatten setzen oder das neue Album von Ja, Panik auf einem Ledersofa im Hotel Foyer des Maritim hören. Yuck hingegen zerstören dein Jugendzentrum und Jeremy Jay mag  irgendwie alle und alle mögen ihn.

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Trailer: Immortals von Tarsem Singh

Ich finde “The Cell” ja totlangweilig… Aber ich liebe, liebe, liebe diesen gottverdammten “The Fall”. Der wahrscheinlich am meisten unterschätzte Film des letzten Kinojahrzehnts und ohne Einschränkung einer der besten Fantasyfilme überhaupt. Wenn ich mir jedoch den Trailer zu Immortals anschaue, befürchte ich, dass dieses fantastische narrative Metastatement wohl eher ein einmaliger Glücksgriff Singhs war. Denn die Mythologen-Verfilmung Immortals wirkt doch allzu sehr nach Style over Substance. Klar, die Bilder sind großartig, richtig umwerfend sogar. Das ist schon mehr als 300 in gut aussehend, das bricht sowohl Avatar als auch Inception locker die Knochen. Die Story dagegen klingt dann eher so… joa… Titanen und Götter halt. Aber eigentlich… so im Grunde… ach was! Allein wegen dieser umwerfenden Bilder will ich den Film sehen. Im Kino. Und zwar in 2D!


via Affenheimtheater

Unerhört! Dramatiker entdeckt dass Menschen Frauen sind II – Henrik Ibsens “Hedda Gabler”

Ebenso wie Nora ist auch Hedda Gabler eingesperrt, doch Hedda ist von ganz anderem Kaliber. Sie ist, oder vielmehr war ein wildes Mädchen, eine Laura Palmer. Bevor sie sich mit den, sie langweilenden, Kulturhistoriker Jörgen Tesman verheiratete, hatte sie, so scheint es, einige Liebesbeziehungen. Eine Laura Palmer also die versucht eine Lady Macbeth zu sein. Doch sie hat eben mehr gemein mit ersterer, der schönsten Wasserleiche der Welt aus „Twin Peaks“, als mit Lady Macbeth. Vor allem ist sie am Ende genauso tot.

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Vernissage “still leben” am 06.05.2011 in Leipzig

Heute der Hinweis auf eine Leipziger Künstlerin, die unter dem Namen „laquaffe“ bereits erste Ausstellungen in Leipzig hatte, unter anderem im Leipziger Szenecafé “Kanal 28″, im “Staubsauger” und im “Westwerk”. Kleinere Ausstellungen waren in Leipziger Clubs und Bars zu sehen. Am 06. Mai eröffnet sie eine neue Ausstellung “still leben” in der sju-Galerie, Könneritzstraße 76 in 04229 Leipzig. Für diese Ausstellung hat sich laquaffe mit einer für sie neuen Kunstform beschäftigt: Nicht wie bisher mit Sprühdose bewaffnet, arbeit sie am heimischen Computer und fasst kritischen Ideen in exakt definierte Vektorgrafiken. Das Thema der Ausstellung ist die Gedankenwelt der Überflussgesellschaft. “Reizüberflutung”, “moderner Egoismus”, “ein kleines Glück” – das sind Schlagworte, die beschreiben, was den Besucher auf den zahlreichen Papierdrucken an den Wänden der sju-Galerie erwartet. Neben Grafiken werden ausgewählte Leinwandbilder in Schablonentechnik präsentiert. Dabei entstehen erste Gemeinschaftsarbeiten mit dem Berliner Graffitikünstler PAOT,  der in Banksy-Manier anonym bleiben möchte und man somit eine seltene Gelegenheit hat ihn live zu erleben.

Alles weitere erfahrt ihr auf ihrer Homepage.

Hier noch ein paar weitere Impressionen, die es dort zu sehen gibt: weiterlesen