Unterstützung für das Zebrano-Theater in Berlin

Off-Theater und kleinere Spielstätten haben es Berlin seit jeher schwer und es kommt nicht selten vor, dass ein Haus oder Verein unter die Räder gerät. Dieses Schicksal hätte vor kurzem – wegen drastischer Mietpreiserhöhungen – beinahe das traditionsreiche Zebranotheater in Berlin Friedrichshain ereilt. Dank Unterstützung durch Fans und Künstler konnte die Schließung des Hauses, das berühmt für geniale Liedermacher- und Kabarettkunst der alten und neuen Schule ist, gerade noch verhindert werden. Seit Kurzem steht ein kleines Geleitwort auf der Homepage dieser kulturellen Institution, auf deren Bühne große Kabarettisten wie Sebastian Krämer (auch künstlerischer Leiter des Hauses), Rainald Grebe, Bodo Wartke und Horst Evers standen und stehen. Dort heißt es:

Liebe Freunde des Zebrano-Theaters,

Unterstützung aus Reihen der Künstler, der Besucher und der Politik hat bewirkt, dass das Theater für die nächste Zeit weiterspielen kann.

Die jährlich steigenden Festkosten sind jedoch eine große Last für das kleine Kiez-Theater. Deshalb haben wir den Verein “Zebrano-Theater e.V.” gegründet. Als gemeinnütziger Träger fördert er Kunst und Kultur in Friedrichshain und führt das Theater in der bewährten Weise weiter.

Wie können Sie beitragen, das Theater zu erhalten?

Treten Sie dem Verein als Fördermitglied bei! Ihre Mitgliederbeiträge sind vonnöten, das Theater mittel- und langfristig zu sichern. Hundert Mitglieder müssen es bis Ende Jahr sein!

Diesem Aufruf können wir uns nur Anschließen. Der Verlust des Zebranos wäre ein herber Schlag für die Kultur- und Theaterszene Berlins. Mit einer kleinen Spende oder einer Vereinsmitgliedschaft kann man sich für den Erhalt des Theaters und damit der kulturellen Vielfalt Berlins einsetzen. Nähere Informationen gibt es auf der Website des Zebranos.

 

The History of Graffiti and Street Art

Großartige Infografik von Daniel Feral, der in seinem Flickr zur Ausstellung PANTHEON: An history of art from the streets of New York City auch gleich noch die passenden visuellen Leckerbissen bietet.

Quelle: ARTnewsmag via KFMW

Des Aprilscherzes statt…

…werden wir an dieser Stelle Morgen im Laufe des Tages ein paar Links zu gelungenen – und auch weniger gelungenen – Aprilscherzen dieses Jahres raushauen. Tipps nehmen wir in der Kommentarspalte gerne entgegen:

 

Die Anti-3D-Brille bei ThinkGeek

Apple stellt das I-Cycle vor

Dokumente zu den Iden des April bei Wikileaks

Green River und Wiederhergestellte Altbauten auf dem Haldern 2011

Auch die Systemadministratoren von WP-Stats beweisen einen eigenartigen Sinn für Humor:

Besucherzahlen mal so pro forma unkenntlich gemacht… Sehen im Vergleich zu der Stats-Erektion rechts mickriger aus, als sie eigentlich sind…

Die meisten und coolsten Aprilscherze gibt es auch an dieser Stelle wie jedes Jahr bei Nerdcore… Da können wir nicht im geringsten mithalten.

100 Jahre Youtube

Google goes Comic Sans

Nintendo Entertainment System erscheint als limitierte Neuauflage

Aus Hartz4 wird ♥4

 

Haldern 2011 – Neue Bands garantieren NIEWO1412523652460IMMERDA

Ein bischen lange hat es gedauert, bis heute nun endlich die zweite Bestätigungs-Welle für das Haldern 2011 kam. Wie schön es auf dem Haldern letztes Jahr war, konntet ihr ja hier schon nachlesen, wir schauen aber bereits in die Zukunft und die sieht äußerst geschmackvoll oder zumindest interessant aus. Nun ja, ob ich mich persönlich auf Wir sind Helden gefreut habe sei mal dahin gestellt. Dass sich die Organisatoren da einen dicken Fisch an Land gezogen haben, steht aber außer Frage. Dazu kommen die in unserem Bandwatch vorgestellten Dry The River, die sogar dem Headliner Fleet Foxes den Rang ablaufen könnten. Wem es gar zu warm ums Herz wird, der kann sich über Warpaint, Destroyer, The Wombats und Body Bill freuen. Da fragt man sich nur was bei “…more to come” noch alles passieren könnte.

Hier nun ein Video mit allen bisher bestätigten Acts, die am Ende nochmal aufgelistet werden:

 

Die 90er Jahre: Die besten Slacker-Komödien des Jahrzehnts

Irgendwann sind sie dann doch erwachsen geworden, die Teenager der 80er Jahre, die nichts anderes zu tun hatten, als die Schule zu schwänzen, kreativ unproduktiv zu sein, zu saufen, zu kiffen und die Zeit totzuschlagen. Typen wie Ferris Bueller, Hoops McCann oder John aus Breakfast Club. Aus ihnen wurden schließlich Twenties, die nichts anderes zu tun hatten, als die Arbeit zu schwänzen, kreativ unproduktiv zu sein, zu saufen, zu kiffen und die Zeit tot zu schlagen. Aus den High School Outsidern der 80er Jahre wurden die Slacker der 90er (aus denen schließlich die Nerds der 00er erwachsen sollten, aber das ist eine andere Geschichte). Kaum ein Stereotyp war in den Independentfilm Komödien der 90er Jahre derart angesagt wie der des jungerwachsenen Herumlungerers, der nicht genau weiß was er mit seinem Leben anfangen soll, der das macht, was ihm gefällt, der sich seiner Faulheit nicht schämt und diese zugleich dazu benutzt, sich selbst zu verwirklichen. Und Regisseure wie Richard Linklater und Kevin Smith haben diesen Typen – die sinnbildlich für eine wesentliche Attitüde der Generation X stehen – filmische Denkmäler gesetzt. Die Besten und Größten der Faulsten… Unzeitgemäß, antriebslos, auf ihre eigene Art rebellisch und dabei meistens urkomisch, wenn auch fast immer mit einer tragischen Komponente…. Viel Spaß.

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Animated Short der Woche: Broken

Ja, es ist mal wieder Zeit für richtig schöne Trickfilmkunst. Animated Short ist an dieser Stelle fast schon zu viel gesagt, denn die wenigen Animationen in Freek van Hagens Broken sind eher rudimentär, beschränken sich auf einfachste Objektbewegungen. Dafür ist der kleine Film mit großartiger, liebevoller Bleistiftführung gezeichnet und sehr schön – wenn auch ein bisschen zu pathetisch – erzählt.

(via KFMW)

Broken (Niederlande 2011)

Regie: Freek van Hagen

 

Filmtitel wechsel dich…

…Und zwar so, dass man richtig Lust auf die daraus entstehenden Mashup-Filme bekommt. Mein Favorit ist ja der hierher getackerte Kill Bill, in dem die Kleinarmee aus Zombieland auf David Carradine losgelassen wird. Aber auch das Hairspray/Eraserhead Mashup und der naheliegende Titeldreh von Antz und A Bug’s Life sind Gold wert. Zu finden gibts das Ganze auf dem Cubeeblog

Teil 1 und  Teil 2 – via Interweb3000

 

Rubrik “Man muss ja nicht alles verstehen”: The Weeknd – House of Balloons

Das selfpublished Tape von The Weeknd wird im Moment im Netz rumgereicht. Und klar, dass ist schon ganz schön clever, wie der kanadische Produzent, der dahinter steckt, das Album “House of Balloons” viral vermarktet hat. Ein wenig Mystery, ein paar Appetizer, schließlich vier Songs, dann noch mehr Mystery und schließlich das komplett kostenlose Tape via Soundcloud und zum Download, fertig verpackt zum Abfeiern… Tschuldigung, das soll jetzt gar nicht so sarkastisch klingen, wie es vielleicht gerade tut: Diese Art der Web-Vermarktung hat wirklich was für sich, und die kostenlose Verbreitung der Songs ist sowohl eine künstlerisch als auch ökonomisch lobenswerte Entscheidung. Es ist immer großartig, wenn frische junge Musik jenseits der industriellen Mechanismen erschaffen, verbreitet und wahrgenommen wird.

Aber… verdammt nochmal… wie soll ich das goutieren, wenn ich mit dem Sound dahinter wirklich so rein gar nichts anfangen kann? weiterlesen

Sword & Sworcery – Atmosphärisches und mysteriöses Pixelabenteuer für iPad

Ist natürlich blöd, wenn wir endlich mal wieder über ein Game bloggen und dieses dann ausgerechnet zu der Sorte gehört “Noch nicht angespielt und wird wohl auch eine ganze Zeit lang von uns nicht angespielt werden.” Anyway, Sword & Sworcery sieht Dank seiner Mischung aus Pixelwüste und atmosphärischem Landschaftsgemälde unglaublich groß aus und überzeugt nebenbei noch mit einer mysteriösen, surrealen Anti-Geschichte, die den Zuschauer Spieler offensichtlich lange im Dunkeln lässt, während sie peux à peux ihre eigenen Hintergründe offenlegt… Jörg von 4Players ist jedenfalls mächtig angetan von dem Titel und auch beim iPhone Blog sind sie ganz aus dem Häuschen. Naja wenigstens gibt es für uns traurigen Nicht-Pad-Besitzer dieses schicke Vimeo-Video, das sogar recht viel des Spielzaubers auf den passiven Zuschauer überträgt. Wer so’n i-Dingens besitzt, sollte sich das Teil (für unverschämt günstige 4€) besorgen.

 

Die 90er Jahre: Die besten Britpop-Alben des Jahrzents II

Britpop, zum Zweiten. Heute gibt es die großen Dramen von den Manic Street Preachers, Routine in ihre schönsten Form von Altmeister Paul Weller und wieder Alben, die oft übersehen und vergessen wurden. Wir wünschen wie immer viel Spaß, hoffentlich interessante Neuentdeckungen oder freudiges Wiedersehen mit alten Bekannten.

Manic Street Preachers – Everything must go

(Epic, 1996)

Für viele Fans hören die eigentlichen Manic Street Preachers nach “The Holy Bible” auf. Der traurige und höchst dramatische Grund: Richey James Edwards, depressives Genius hinter den ersten drei Preachers Alben verschwand spurlos und anstatt den immer düster werdenden Sound vom Vorgänger weiter zu führen ist “Everything Must Go” teilweise aufrüttelnd und dem Albumtitel getreu trotzig. Weg vom epischen Breitwandrock zurück zu den rauen, unbekümmerten Rock`n Roll Wurzeln…

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Fake-Trailer: Michael Bay’s Angry Birds


“Angry Birds” ist schon seit einiger Zeit DAS Geschicklichkeits-Game, inbesondere auf Smartphones, und hat sich bis dato schon 10 Millionen mal verkauft. Es war also nur eine Frage der Zeit bis Hollywood auch auf den Hype aufmerksam werden sollte, um mit Michael Bay den Fachmann für eine gehirnlose Actionverfilmung auf das verärgerte Federvieh loszulassen. Ok, das war zum Glück gelogen; und hoffentlich hat Uwe Boll gerade nicht  aufmerksam mitgelesen… Aber den  kurzweiligen Fake-Trailer zu Angry Birds wollen wir euch nicht vorenthalten:

Kurzfilm der Woche: Blinky™

Take this, kleiner Roboterjunge aus A.I., der du uns so tierisch auf die Nerven gegangen bist! Großartige, kurze Science Fiction Farce mit Max Records (Where the wild Things are).

(via)

Blinky™ (USA 2011)

Regie: Ruairi Robinson

Darsteller: Max Records

Laufzeit: 12 Minuten