Endgültig allerletzte Geschichten>

In einer vom Wasserstoffbombenkrieg zerstörten Gesellschaft gehen die Frauen im heiratsfähigen Alter in einen futuristischen Zoo und paaren sich in den Käfigen mit verschiedenen deformierten und nichtmenschlichen Lebensformen. In diesem Bericht hier paart sich eine Frau, die zusammengesetzt worden ist aus den zerstörten Leibern mehrerer Frauen, mit einer weiblichen Außerirdischen und wird, mit Hilfe futuristischer Technik, kurz darauf schwanger. Das Kind wird geboren, und sie und die weibliche Außerirdische in dem Käfig kämpfen darum, wer es bekommt. Die junge Menschenfrau gewinnt und frißt, ohne zu zögern, das Kind mit Haut und Haar auf. Gerade als sie damit fertig ist, entdeckt sie, daß das Kind Gott ist.

(Philip K. Dick – Die endgültig allerletzte Geschichte)


Und ich sah, dass das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, und ich hörte eine der vier Gestalten sagen wie mit einer Donnerstimme:

Komm!

Und ich sah, und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hatte einen Bogen, und ihm wurde eine Krone gegeben, und er zog aus sieghaft und um zu siegen.Und als es das zweite Siegel auftat, hörte ich die zweite Gestalt sagen:

Komm!

Und es kam heraus ein zweites Pferd, das war feuerrot. Und dem, der darauf saß, wurde Macht gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen, dass sie sich untereinander umbrächten, und ihm wurde ein großes Schwert gegeben. Und als es das dritte Siegel auftat, hörte ich die dritte Gestalt sagen:

Komm!

Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Pferd. Und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand. Und ich hörte eine Stimme mitten unter den vier Gestalten sagen: Ein Maß Weizen für einen Silbergroschen und drei Maß Gerste für einen Silbergroschen; aber dem Öl und Wein tu keinen Schaden! Und als es das vierte Siegel auftat, hörte ich die Stimme der vierten Gestalt sagen:

Komm!

Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd. Und der darauf saß, dessen Name war: Der Tod, und die Hölle folgte ihm nach. Und ihnen wurde Macht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten damit Schwert und Hunger und Pest und durch die wilden Tiere auf Erden.


Und am Morgen des siebenten Tages, er hatte zum ersten Mal wieder besser geschlafen, wurde ihm vollends klar: Wenn er seine Ruhe auf die Dauer wiederhaben wollte, und das brauchte er dringend, weil ihn die letzte Woche doch sehr erschöpft hatte, ließ er besser ein für allemal die Finger davon. So beschloß er schließlich, das Schaffen ganz zu lassen. In den nächsten Wochen und Monaten trauerte er manchmal noch seinem schönen Plan nach. Aber die Zeit, von der er wirklich sehr viel hatte, schloß auch diese Wunde. Und wenn er später daran zurückdachte, sagte er sich immer häufiger: »Mein Gott, was für einen Fehler hätte ich beinahe gemacht!«

Ludger Lütkehaus - Nichts. Abschied vom Sein - Ende der Angst.



Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>