Uwe Bolls größter Fan (außer ihm selbst)

Es gibt einfach Berufe die noch einsamer sind als Nachtportier  oder Leuchtturmwärter. Kein Ahnung was die Außerirdischen da oben mit Karsten Grimnick angestellt haben… aber dieser betreibt Deutschlands einzigen ( na, wen wundert das jetzt wirklich) Uwe-Boll-Fanshop in Emden, die damit um einen Ostfriesenwitz reicher sind und wohl schon den Titel als Hauptkulturstadt 2011 ziemlicher sicher in der Tasche haben dürften. Falls sie nun gerade absolut kein Ahnung haben wer dieser Boll überhaupt ist, kann ich ihnen für einen halbwegs vernünftigen Filmgeschmack und eine geringe Leidenfsähigkeit meinen Glückwunsch aussprechen. Mit unfassbar schlechten Videospielverfilmungen von Farcry, Postal und Alone in The Dark hat Uwe gleich ein eigenes Genre namens “Boll-Shit” geschaffen, welches selbst Trash-Fans mit seinem vollkommen unironischen Machogehabe und Humor auf Mario Barth Niveau  hart an die  geschmacklichen Grenzen bringt. Sollte Dieter Bohlen jemals ins Filmgeschäft einsteigen, das Ergebnis könnte kaum schlimmer ausfallen. Wer eine gewisse Neigung für pervers schlechte Filme hat darf dieser unter folgender url ausleben:

http://www.boll-supporter.com

Rezension zum 99er Klassiker Madonna von …And You Will Know Us by the Trail of Dead

Heiliges Blechle! Verbindet man mit dem Namen „Madonna“ die Jungfrau von Gottes Gnaden, die Mutter unseres Erlösers und die Frau, der es gelang völlig unbefleckt schwanger zu werden, oder wenn es musikalisch werden soll eine Sängerin, die sich insbesondere in den 80ern durch angesagten Discopop einen Namen machte, so wird man hier erst einmal kräftig durch die Mangel genommen. „Madonna“ ist das zweite Album von „…And you will know us by the trail of dead“ kurz „…And you will know us…“ kurz “Trail of dead” kurz “AYKUBTTOD”. Und irgendwie scheint dieser sakrale Titel für ein solch ungestümes Album der Passendste zu sein. Genau das wird wohl jeder uneingeschränkt unterschreiben, der zum ersten Male in diesen fulminanten Rausch hineingezogen wird. Was die Texaner hier leisten ist eine wahre Exegese der ursprünglichen Rock N Roll Gedankens: Ungestüm, wütend, wüst, subversiv, schnell und wild berstend durch die musikalische Manege hüpfend. Luftholen hat erst einmal Sendepause, wenn sich dieser unglaublich schnelle, alles einsaugende 55Minüter in seiner vollen Pracht entfaltet.

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