Introducing…Dum Dum Girls

Die 80er? Scheiß drauf! Hier kommt der Garage Rock der 60er. Wie eine besoffene Version von Dick Dale klingen die Dum Dum Girls und lärmen so wunderschön dreckig und kaputt, dass man sofort an Hole, die Band von Cobain Witwe Courtney Love, denken muss, die mal so ähnlich unperfekt und großartig klangen, bevor sie dann irgendwo in der High Society von Hollywood gestrandet sind. Ihre Heimat haben die Dum Dum Girls auf dem Kultlabel Sub Pop, welches uns in den späten 80ern und frühen 90ern eine Menge großartiger Grunge Bands bescherte, dann eine zeitlang in der Bedeutungslosigkeit verschwand und seit Jahren plötzlich wieder mit einem großartigen Signing nach dem anderen die Musikwelt um Bands wie CSS, Band of Horses, Fleet Foxes, und Beach House bereichert.

Auf dem Album “I Will be” (Vö: 03.04.2010)  gibt es übrigens einen Song namens “Oh Mein M” und rührt von der Deutsch-Affinität von Frontfrau Kristin Gundred, die ein Jahr in Deutschland verbracht hat. Zudem gibt es eine mittlerweile ausverkaufe Anthology namens “Blissed Out” die es nur auf Tape sprich Kassette (!)  gab.

Soundfanatiker, die sich den ganzen Tag um Begriffe wie Klirrfaktor und angeblich besseren Vinylsound streiten, wird es hier aus den Ohren bluten, so noisig und pur ist der Sound, der aus den Boxen krächzt. Hochglanzproduktionen gibt es schließlich genug und so langsam wird es mal wieder Zeit die Ohren durchzupusten. Freunde von Chrystal Stilts, Wavvves, Crocodiles, Vivian Girls und Deerhunter sind hier gut aufgehoben. Vergessen wir also “indie” und stellen einfach fest: Der US-Underground ist wieder da und es geht ihm verdammt gut.

Hier gibt es dann auch nix zu sehen, dafür mehr zu hören :

Hier gibt es was zu sehen und zu hören: