
Da Rob Marshall das Publikum mit seiner Musicalverfilmung „Nine“ das Publikum offensichtlich zu Tode langweilt, fühle ich mich – als bekennender Cinephilist – dazu gezwungen daran zu erinnern, woher Marshall den Stoff zu seinem Film-Musical bezog und warum dieser Stoff so unendlich viel schöner, besser und wahrer ist. Die Rede ist von Fellinis Film „Achteinhalb“, einem Klassiker des selbstreflexiven Kinos. 1963 erschienen, noch immer diskutiert und lebendig, wurde der Film bereits 1982 durch den Musical-Wolf gedreht und tauchte als „Nine“ am Broadway auf und auch schnell wieder unter. So ist Marshalls „Nine“ der Aufguss eines Aufgusses. Willkommen in Hollywood! Genau darum soll es in diesem Artikel jedoch nicht gehen! Es geht um das verspielt-intellektuelle und wunderschöne Kunstkino Europas der sechziger Jahre. [Weiterlesen…]
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