Orphan- Rezension zum Horrorfilm von Jaume Collet-Serra

Orphan_Das_Waisenkind_Poster

Auf der Suche nach einem Adoptivkind findet eine kleinbürgerliche Familie, die natürlich ein Haus fern der Zivilisation ihr Heim nennt, ein kleines Mädchen, welches anders aber nicht sonderlich auffallend wirkt. Wer jetzt noch nicht ahnt, wie sich die ganze Geschichte entwickelt und ausgeht, hat entweder die letzten 40 Jahre Horrorgeschichte verpasst oder ist noch zu jung, um schon sämtliche dieser Omen oder der Exorzist Filme jemals angesehen zu haben. Für diese Zielgruppe wurde Jaume Collet-Serras arg durchschnittlicher und sehr vorhersehbarer Film gemacht.

Wie in den meisten  Ami-Filmen üblich werden auch längst vergessene tief-reaktionäre Botschaften unterschwellig in den Film eingebaut. So muss das Waisenkind natürlich vom ehemaligen Gegner aus Osteuopa stammen, der wohl für Hillbillies aus dem Bible Belt immer noch das Synonym für Sittenverfall und das Böse sein muss. Sexualität ist natürlich auch hier der Weg ins Verderben, mal abgesehen davon, dass Amerikaner anscheinend den Liebesakt grundsätzlich angezogen vollführen.

So ziemlich alles, was das amerikanische Horrorkino an Klischees zu bieten hat, wird hier rein gepackt und wäre nicht ein immerhin akzeptabler Twist am Ende des Films, könnte man Orphan als komplette Katastrophe abtun. Solche Filme wirkten schon Ende der 90er muffig und sie braucht in Zeiten von The Ring und 28Days absolut kein erwachsener Mensch.

Als Einstieg in das Horrorgenre kann man sich zwar weiß Gott etwas Besseres vorstellen, aber wer die Horrorsammlung von seinem großen Bruder nicht zur Verfügung hat, kann sich zumindest einen Kinobesuch  von  Orphan überlegen oder doch besser das Taschengeld für ein DVD Angebot beim Saturn um die Ecke ausgeben, wo es sicherlich hochklassigere Angebote als diesen harmlosen Evil Child – Film von der Stange gibt.

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