Imogen Heap – Melancholischer Sommerpop aus London

Momentan scheint sich der Sommer doch noch daran zu erinnern, dass er auch ruhig mal längerfristig mit Temperaturen um die  30° und blauen Himmel vorstellig werden könnte. Wer möchte  schon beim Anblick eines azurblauen Himmels und warmen Sonnenstrahlen auf seiner Haut düsteren Trauerpop hören? Der Winter wird eh wieder lange genug und vom Frühling können wir irgendwann mal unseren Kindern  als ein Wetterpänomen des frühen 21. Jahrhunderts erzählen. Also schnell die Chance nutzen und Fräulein Imogen Heap das Gehör schenken, die mit ihren Zweitling “Elllipse ” (Release: 24.08.)  bei uns einschlägt. Web 2.0 Fanatikern ist die Frau, die in den USA schon Achtungserfolge feiern konnte, schon länger ein Begriff. Die Stimme und Songs erinneren wahlweise an Lisa Gerrad oder Dido, als diese noch gut war und keinen alltägliche Trällerpop für das Formatradio produzierte. Wenn man sich zudem die Mitarbeit mit so unterschiedlichen Künstlern wie Bon Jovi, Jeff Beck oder IAMX oder die zahlreichen Arbeiten für erfolgreiche US Serien anschaut, kommt einem zwangläufig Moby in Erinnerung. In der Tat fallen die leichten Electropopsongs auch nicht gerade durch Mainstream-Untauglichkeit auf, aber wer schreit schon an einem lauen Sommerabend nach 80 Minuten Prog-Epen? Substanz haben alle Songs, für den Moment ist das alles wunderbar und bald auch schon wieder vergessen. Wie wunderschöne Urlaubserinnerungen eben.

Eine eher untypisch tieftrauige Seite von Imogen Heap gibt es hier zu bestaunen:

Repräsentativer für das Album dürfte folgener Clip sein:

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