Die 90er Jahre: Die besten Alben des Jahrzehnts (Übersicht aller Artikel)

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Poetisch, laut, grimmig, maskulin, feminin, naiv und abgeklärt. Das waren die 90er und hier noch einmal die große Retrospektive im Überblick.

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Die 00er Jahre: Die besten elektronischen Alben des Jahrzehnts II

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So, wieder ein Schritt weiter in der Retrospektive über die elektronischen 00er. Zwei DJs spielen Rendes-Vouz, irgendwann in den frühen 80ern. Ja dieses Bild passt zum Electrocash der 00er Jahre, der das zaghafte 80er-Revival konsequent weit führte. Justice nahmen die Abkürzung zu den 90ern und gaben der Electro-Gemeinde anbetungswürdige Boller-Musik, Hot Chip versöhnten Soul und Keyboards, Fennesz war eher für das Chillen danach und für die Avalanches brauchte man sogar einen Psychiater.

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Hörenswertes, Mai 2016: Anohni, Death Grips, Mo Troper, Radiohead

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In meiner April-Musikschau war noch alles ganz kuschelig, wohlig warm… eigentlich sogar schon frühsommerlich. Im Mai sieht das ganze irgendwie anders aus. In diesem Monat dominieren die schrägen, düsteren, zersetzten und zersetzenden Töne. Daran kann auch der vergnügte Collegerock von Mo Troper nichts ändern. Denn begleitet wird dieser von Pop-Destruktionen einer ANOHNI und Industrial/Rap-Dekonstruktionen der Death GripsRadiohead stürmen zwar eher solide, ohne große Überraschungen den Frühsommer, ändert aber nichts daran, dass auch ihnen wieder mal ein kleines, artpoppiges, antipoppiges Meisterwerk geglückt ist.

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Darum… ist Martin Scorseses “Taxi Driver” so einzigartig – Ein Video-Essay von Jacob T. Swinney

Als ich zwischen 14 und 16 Jahre alt war, stieß ich im Fernsehen auf einen bereits laufenden Film. Die Bilder wirkten seltsam neu, modern, aber die Leute trugen alte Kleidung und die Autos waren auch aus der Zeit gefallen. Blick in die Fernsehzeitung. “Taxi Driver”. Ich hatte bereits davon gehört, an dem soll irgendwas dran sein. (Schulhofgespräche, vermutlich ging es um viele Tote und Krassheit.) …
Diese Bilder, Massenszenen in einer Großstadt, Gedränge, hupende Autos, Stau, satte Farben. Das war alles so, als wäre der Film gestern gedreht worden, nur dass die Leute diese alten Jacken, Hosen und Schuhe trugen. Mir wurde klar, dass ich gerade an etwas ganz großem Teil habe, an Filmkunst. Das war besser als Jean-Claude Van Damme und dieses Actiongedöns.
Jacob T. Swinney gibt in diesem Video-Essay Einblick in die erzählte Welt, die von der Kamera erschaffen wird. Mit ihren Bildern, Bewegungen, Fahrten, Perspektiven und Farben, erzählt sie den ganzen Film über von Travis’ (Robert De Niro) Innenwelt. Ganz ganz groß.

The Eyes of TAXI DRIVER from Fandor Keyframe on Vimeo.

Die 00er Jahre: Die besten elektronischen Alben des Jahrzehnts I

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Wie peinlich das ist. Ich würde so gerne krasse Storys aus der City erzählen, wie ich verstrahlt 3 Tage im Berlin getanzt und dann in einer Bar an der Spree ausgenüchtert habe. Ja, wäre nett gewesen. Ich begebe mich ab diesem neuen Teil der besten Alben der 00er selber auf die Reise. Auch wenn ich natürlich viele der Alben schon kenne, habe ich zu dem Zeitpunkt lieber Zeug wie Metalcore (Gott bewahre uns vor dieser Rubrik) gehört.

Während also in den 90ern Techno (heute wieder EDM genannt) auf immer größeren Kommerz-Events stattfand, begann in den 00er Jahren der Rückzug in die Clubs und an den Laptop. Das Besinnen auf den eher reduzierten Sound der 80er, mit Daft Punk sogar direkt zurück zu den Wurzeln der Disco-Musik, war natürlich auch ein großes Thema.

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Ende Neu Teil 1: Abschied

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Vor dem Neuanfang bedeutet zugleich Abschied. Abschied von alten Gewohnheiten, Kollegen und von einem Ort. In meinem Fall kommt leider noch eine sehr traurige Komponente dazu: Der Tod meines Vaters. Er ist friedlich am 25.April verstorben und muss sich nicht mehr weiter für seine Familie quälen; er selber sehnte sich schon länger, von der schweren Bürde der Krankheit und des Alters erlöst zu werden.

Ich bin nun 37 und eigentlich sollte 2016 das Jahr werden, in dem ich meinen Träumen von einer besseren Zukunft nachgehen wollte. Doch erstmal legt sich die Gegenwart wie Schlange um einen und erdrückt, beziehungsweise bedrückt so, dass man erst einmal kaum Luft bekommt. Ich habe in letzter Zeit das neue, sehr gute Buch von Benjamin von Stuckrad-Barre gelesen; diese Hommage an das Durchhalten und vor allem Udo Lindenberg bringt mich nun zu diesem Song. Ich kann gar nicht einmal behaupten, dass ich großer Udo-Fan bin oder war, aber wie mein Vater ist er eben schon immer da gewesen.

Durch die schweren Zeiten ist ein melancholischer Song, der am Schuss doch viel Hoffnung auf eine bessere Zeit gibt. Dabei habe ich derzeit nicht einmal eine Ahnung, wie die aussehen soll. Ich war 14 Jahre in einem falschen Leben, an das ich mich ekelhaft gewohnt habe und muss tatsächlich mit Ende 30 zu mir selbst finden, zu dem was ich eigentlich bin und was ich kann. Dazu fällt mir momentan erschreckend wenig ein, gerade das Können ist schwierig.

Ich habe keinen hohen Schulabschluss, habe mich zwar hier und dort ausprobiert, aber Perspektiven für einen Lebensunterhalt wirft das wenig bisher wenig auf. Schreiben wäre eine Sache, aber nach meiner Einschätzung ist das Talent vielleicht noch nicht groß genug, um es mal wirklich zu etwas zu bringen.

Ich schaue mich im Netz um und erkenne, das wird ein harter Weg, wenn ich es wirklich als freier Autor probieren will. Doch so viel mehr kann ich nicht. Es steht noch eine Möglichkeit als Fotograf an, aber auch hier fehlt mir das Spezialthema. Kurzum: Ich bin derzeit sehr unsicher und gerade erst habe ich eine Bezugsperson verloren.

Ich werde die nächste Zeit öfter einen Ende-Neu-Artikel schreiben. Ob es jemand liest? Keine Ahnung, aber es ist für mich wichtig und hoffentlich auch Teil einer Problemlösung, auch für den ein oder anderen Leser, der in einer ähnlichen Situation steckt.

Achso…. ja…. stimmt… Radiohead!

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Ich komme im Moment zwar – Babybedingt – nicht so viel zum Bloggen, will aber an dieser Stelle doch noch mal kurz mitteilen, dass ich mich gerade einpinkle vor Vorfreude auf das heute abend (!) veröffentlichte neue Radiohead-Album. The King of Limbs war mir dann ja doch im Nachgang ein bisschen zu kalt, elektronisch, sperrig; die beiden neuen Songs, die die letzten Tage zu hören waren, klingen aber nach wunderbar symphonischen, epischen Avantgarde-Pop, wie zu Hail to the thief Zeiten.

Meine Hoffnung: Die neue Scheibe besitzt wieder ein bisschen mehr Rock N Roll, ein bisschen mehr Postrock und ein bisschen mehr Jazz…. klingt nicht ganz so arg nach Yorke-Solo wie die beiden Vorgänger. Im besten Fall eine “Wir versuchen das beste aller bisherigen Radiohead-Veröffentlichungen zu vereinen”-Scheibe, so wie es HttT war. Eine zweite Kid A (nach wie vor ihr stärkstes Stück Musik) nehme ich freilich auch mit Kusshand. Es wird spannend… und bis zur Veröffentlichung heute abend verharre ich noch ein bisschen in feuchten Fanboy-Träumen:

Someone called Steve Austin a SJW… Then this happened.

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Wegen seiner “progressiven” – manch einer würde sagen, einfach nur vernünftigen – Ansichten zu Themen wie Gay Marriage wurde Steve Austin als Social Justice Warrior bezeichnet (das englischsprachige Äquivalent zum “Gutmenschen”)… und er hat reagiert, wie es sich für einen Bad Ass Wrestler gehört. Ich feiere das gerade extrem ab und verzeihe dem Stone Cold dabei auch liebend gerne die Caps Locks. Social Justice Warriors of the world united. Let’s kick some asses!

via boing boing (Facebook)

Hörenswertes: Explosions In The Sky, Moderat,Sophia, Pet Shop Boys, Last Shadow Puppets, All Saints, Deftones

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Nicht lange schnacken, Kopf in Nacken oder wie auch immer eure bevorzugte Leseposition ist.

Hier kommen die Pet Shop Boys mit eine Super, Super-Album, mache Moderat solides drittes Album, isse Sophia wieder wunderschön traurig, habe Last Shadow Puppets nicht leicht in dem Star-Ensemble und mache gemütlich mit Explosions In The Sky. We are the Champions!

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