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Trent Reznor spielt Pantomime in Curb Your Enthusiasm

Ist er es nun oder nicht? Darüber streiten sich gerade die Nine Inch Nails-Fans bei reddit. Die menschliche Statue in einer Szene auf der Kultserie “Curb Your Enthusiasm” sieht ihm jedenfalls verdammt ähnlich und die Brille trug er auch schon auf einem Albumcover zu einem Fake-Album, was am 1. April heraus kommen sollte und angeblich Chris Martin, Sheryl Crow und Bono featuren sollte.

Der Mann hat also durchaus seinen eigenen Humor und auch wenn alles eigentlich gegen die Fan-Theorie spricht: Warum sollte er sich diesen Spaß für gerade mal ein paar Sekunden nicht erlauben?

So oder so ein schöner Rätsel-Spaß für den trüben Samstag.

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Trüberbrook – Indie-Game von Bildundtonfabrik

Bildundtonfabrik ist die Firma von dem blassen dünnen Jungen, den ich hier nicht erwähne. Die Leute von BTF machen jedenfalls nicht nur gutes Fernsehen, sondern sind allgemein in Sachen Medien weit vorne.

Der neueste Clou ist ein Indie-Game, dass nicht meta-witzig ist , sondern sich vom Inhalt eher nach Mystery anhört. Ihr könnt auf Kickstarter an dem Projekt teilhaben.

»Trüberbrook« ist ein atmosphärisches, storygetriebenes Adventure-Game. Schauplatz ist das abgelegene Luftkurörtchen Trüberbrook in der deutschen Provinz in den späten 1960er Jahren – also zur Zeit des Kalten Krieges. Der Spieler schlüpft in die Rolle des jungen amerikanischen Physikstudenten Hans Tannhauser, den es durch Zufall nach Trüberbrook verschlägt – wo er schließlich die Welt retten muss.

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“Polygondwanaland” for free: King Gizzard & The Lizard Wizard machen uns zu Labelchefs

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4 Alben in einem Jahr. Die australischen Psychdelic-Rocker von King Gizzard & The Lizard Wizard wissen nicht wohin mit ihrer Kreativität und veröffentlichen das vierte Album in 11 Monaten (!).

Das so etwas nicht zu Lasten von Qualität geht haben sie mit “Murder Of the Universe” schon bewiesen und das dieser Veröffentlichungstakt kommerzieller Selbstmord ist dürfe auch klar sein. Es interessiert aber die Kollegen aus Down Under überhaupt nicht und Polygondwanaland wird nicht nur als freier Download heraus gegeben, sondern gleich das ganze Master.

“We do not own this record. You do. Go forth, share, enjoy”. Es kann sich also jeder über das Album verfügen wie er möchte und es auf auf seinem Label veröffentlichen oder nun ganz schnell gründen.

Hier spielt die Musik!

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Der Kritisierte trifft auf seinen Kritiker

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Nein, wir sind nicht Rapudate und der Content an Hip Hop geht auch bestimmt wieder zurück. Ich bin aber gerade einfach begeistert, wie zwei erwachsene Menschen sachlich und ruhig diskutieren.

Prinz Pi brachte dieser Tage sein neues Album “Nichts war umsonst” raus und Kritikerstimmen reichen von Vergleichen zu One Direction-Vergleichen bis hin zu “Meisterwerk”.  Die Juice, eigentlich immer sehr wohlwollend auf Pi`s Seite hat dem Album mit 3.5/5 keinen absoluten Verriss gegönnt, aber hatte doch einige Kritikpunkte in Person von Rap.de-Autor Skinny auf Lager.

Nun Ist Pi zum Glück nicht Blokkmonsta, sondern ein entspannter Dude, der sich auf einen Diskurs mit seinem Kritiker einlässt. Beide erklären noch einmal in Ruhe und eloquent ihre Standpunkte, können sich mitunter einigen und gehen natürlich meinungstechnisch auseinander.

Der Kritiker und der Kritisierte bekommen ein Gesicht und beide haben noch einmal eine zweite Chance ihren Standpunkt genauer zu erläutern. Ich wünschte mir diese Art Interview mehr und vielleicht ziehen ja auch Musikmags aus anderen Genres nach?

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Travis Scott reitet auf einem Riesenvogel #Emas

Ich gebe es einfach zu: Travis Scott finde ich persönlich ganz grauenhaft und beobachte ich eigentlich nur am Rande. Der Mann ist allerdings ein Superstar und reißt mal eben das Frauenfeld 2017 auseinander.

In der Größenordnung ist es dann ja selbstverständlich, dass er auf einem Riesenadler über das Publikum der MTV Awards gleitet. Auf einem Riesenadler, der auch noch einen Scheinwerfer in seinen Klauen hat. Wunderbare Over The Top-Performance, bei dem das wie immer schwache Songwriting dann auch egal ist.

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Jeanne Moreau in der Szene, die sie unsterblich machte

Die Szene stammt aus „Ascenseur pour l’échafaud“ („Fahrstuhl zu Schafott“) von Louis Malle aus dem Jahre 1958. Miles Davis hat die Musik zum Film improvisiert, wenn ich mich recht erinnere. Man sieht hier auch eine Szenerie, in der Moreau über eine befahrene Straße geht, völlig desinteressiert ob der Autos, unerreichbar, unberührbar, unzerstörbar. Diese Szene wurde dann von David Fincher 1999 in „Fight Club“ mit Helena Bonham Carter als Marla Singer geremixed.

Jeanne Moreau * 23. Januar 1928 – 31. Juli 2017

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Album der Woche: Lana Del Rey – Lust for Life

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In einer Welt, die noch nach Logik und gutem Geschmack funktionieren würde, hätte man Lana Del Rey schon längt eine Rolle in “Twin Peaks” angeboten. Die Verbindung von 50er-Jahre-Ikonographie und Moderne sollte doch auch David Lynch nicht entgangen sein. In der Neuauflage seiner gefeierten Kult-Serie tauchte der Name leider nicht auf, dabei ist die gesamte Diskographie der Künstlerin eine einzige Bewerbung an den Meister der dunklen Abgründe.

Der große Aufstiegsmythos, das  “keep smiling” und der uramerikanische Optimismus waren schon kein Thema, stattdessen die traurige Einsamkeit im Schatten des Holllywood-Wahrzeichens. Das Mädchen, das mit großen Träumen hier herkam und nur Enttäuschung fand, ist der Stoff, aus dem Albträume sind. Das letzte Lana-Del-Rey-Album “Honeymoon” war dann der Höhepunkt der Anti-Liebeslieder und der Depression. Es ging nicht mehr schmerzhafter und trauriger, und so klingt der Albumtitel “Lust For Life” nur noch zynisch.

Doch hat sich etwas getan: Die Weltlage und deren Gefährlichkeit ist nun auch endgültig in der sogenannten ersten Welt angekommen. Die Inszenierung der Traurigkeit ist 2017 keine Outsider-Attitüde mehr, sondern in Amerika das Gefühl einer ganzen Generation: “Wir sind alle fucked up, aber es wird schon irgendwie weitergehen”. Nach dem Coachella-Festival, zentraler Punkt der feierfreudigen Eskapismus-Jugend, sah sich Lana eine Dokumentation über den Konflikt zwischen Nordkorea und Amerika an. Auf ihrem Instagram-Account war zu lesen: “Ich werde Euch nicht anlügen – ich hatte gemischte Gefühle jetzt und hier drei Tage am Stück durchzutanzen, während es diese Spannung zwischen den USA und Nordkorea gibt. Ich habe es abgewägt und versuche, die Zeit hier zu genießen. Auf der Erde, welche Gott uns geschenkt hat.” Es gibt also noch eine andere Welt, außer der, die man sich durch Rückzug schafft.

“When The World Was At War We Kept Dancing” beschreibt diesen Misszustand perfekt und fragt sich “Is it the end of an era? Is it the end of America?” – ruft aber gleichzeitig zu einem neuen Movement auf, in dem wir wieder zusammenkommen. “God Bless America And All The Beautiful Women In It” bestärkt Frauen in ihrem Wunsch nach Selbstbestimmung und im Kampf gegen Benachteiligung. Es mögen einfache Botschaften sein, aber genau die richtigen zu diesem Zeitpunkt. John Lennons Anti-Kriegs-Song “Imagine” wird nie als textliches Meta-Meisterwerk in die Geschichte eingehen, fing aber genau den Zeitgeist der kriegsmüden Generation in den Siebziger Jahren ein. Ja, es mag zu bemüht sein, wenn man sich nun Julian Lennon als Duettpartner holt und damit den Link zum berühmten Vater knüpft, aber auch unabhängig vom übergeordneten Thema “Liebe in Zeiten des Kriegs” ist es ein großartiger Song. Genau wie die Kollabo “Beautiful People Beautiful Problems” mit Stevie Nicks, die weniger an Fleetwood Mac, sondern eher an Marianne Faithfull erinnert. Courtney Love hätte sich aufgrund des Namens schön in die DNA des Albums eingeflochten und wenn man das sehr lesenswerte Interview im Dazed-Magazin liest, sind beide Seiten von der Idee nicht abgeneigt.

Es funktioniert nicht jedes Zitat auf “Lust For Life” – wie zum Beispiel “Get Free”, das sich doch sehr an “Creep” von Radiohead orientiert, aber immerhin noch den Twist zu einer Beach-Boys-Psychedelic-Nummer hinbekommt. Macht also “Lust For Life” wirklich Lust aufs Leben und auf unsere Zeit? “It took thirteen beaches to find one empty / But finally, I’m fine.” Aktivistin an vorderster Front wird Lana wohl zum Glück nicht werden, sondern weiterhin ihre Paraderolle pflegen – als Chronistin der amerikanischen Seele, wenn die Lichter von Coachella ausgehen.

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Oh, hi… äh James! Erster Trailer zu „The Disaster Artist” ist da

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Heute erschien der erste Trailer von „The Disaster Artist” von James Franco, mit James Franco in der Hauptrolle, produziert von James Franco. Wem das bekannt vorkommt, der erinnert sich vermutlich an „The Room” von Tommy Wiseau, mit Tommy Wiseau in der Hauptrolle, produziert von Tommy Wiseau. „The Room” fehlt auf keiner Liste der schlechtesten Filme aller Zeiten. Für viele ist es DER schlechteste Film schlechthin. Es ist ein regelrechter Kult um den Film entstanden.

James Franco will mit „The Disaster Artist” nun die Geschichte von Tommy Wiseau und seinen Film „The Room” erzählen, wobei Franco selbst Wiseau spielt. Mit dabei sind natürlich seine Buddies Seth Rogen und Zac Afron. Bryan Cranston, J.J. Abrams und Zach Braff spielen sich selbst. Auch Wiseau spielt eine kleine Rolle.

Ironie des Schicksals: Auf dem South by Southwest Film Festival konnte „The Disaster Artist” die Kritiker nicht nur begeistern, es ist sogar von Oscar-Nominierungen die Rede.

Lobend hervorheben muss man an dieser Stelle mal wieder die Independent-Produktionsfirma A24, die 2012 gegründet wurde und seitdem konstant großartige Filme abliefert. Zum Beispiel „Spring Breakers” „Room” „The Witch” oder „Swiss Army Man”. Mit „Moonlight” hat A24 sogar einen Film produziert, der 2017 mehrfach mit dem Oscar prämiert und mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde.

Wer wissen will, was sich hinter „The Room” verbirgt, nichts, dem sei nachdrücklich diese Nostalgia-Critic-Episode ans Herz gelegt.

The Brothers Quay - "Rehearsals for Extinct Anatomies"

The Brothers Quay waren die Inspirationsquelle für die Musikvideos von TOOL

The Brothers Quay - "Rehearsals for Extinct Anatomies"

Diese beengende, düstere Atmosphäre, durch die sich stop-motion-animierte Figuren und Puppen bewegen, haben nicht Tool, allen voran Gitarrist Adam Jones, erfunden, sondern die Stop-Motion-Künstler The Brothers Quay.

Adam Jones war auch Special Effect Artist und arbeitete gemeinsam mit Fred Stuhr an den ikonischen Tool-Musikvideos aus den 90er Jahren. Diese zeichneten sich vor allem durch einen exzessiven Einsatz von Stop-Motion aus, in einem vermoderten und farblich und auch sonst kargen Setup, wodurch diese bedrückende und groteske bisweilen unangenehme Atmosphäre entstand. Adam Jones arbeitete auch an Filmen wie „Ghostbusters II”, „Predator 2” und „Edward Scissorhands” mit. Damit war für mich die visuelle Kraft der Videos immer hinreichend erklärt. Nun erfahre ich aber, dass Werke der Stop-Motion-Künstler The Brothers Quay als Vorlage dienten für Jones Video-Arbei. Darüber war Kurt Cobain so angepisst, dass er hoffte, dass Tool für dieses „rip off” verklagt würden:

Und in der Tat. Tools „Sober” sieht schon sehr nachempfunden aus. Aber hey. Kurt hat sich bei einigen Nirvana-Riffs auch woanders inspirieren lassen, das sagt er selbst in seinem Tagebuch. Der politisch korrekte Terminus dafür lautet „remix culture” und ist völlig okay.

Hier mal zwei Arbeiten der Brothers Quay. „Bruno Schulz’s Street of Crocodiles” und „Rehearsals for Extinct Anatomies”.

 

Außerdem warten wir bereits seit mindestens fünf, wenn nicht zehn Jahren auf ein neues Tool-Album. Ob man von Metal überhaupt noch was erwarten kann, ist fraglich. Da wurde ja auch schon alles durchgespielt. Das Genre scheint nur noch was für Liebhaber zu sein. Es passt nicht mehr in den schnelllebigen Fashionlifestyle, bei dem es um Verkaufszahlen, Absätze und ständiges Reizen geht. Irgendwie.

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Das Nintendo Classic Mini hat einen Release-Termin und einen Preis

DDQlaDAVwAEleYgDie Mini-Auflage des klassischen Super Nintendo wird am 29. September 2017 in Europa erscheinen und ca. 70 Euro kosten. Der Clou: auf der Konsole sind bereits 21 Spiele vorinstalliert. Darunter Super Mario World, The Legend of Zelda: A Link to the Past, Mega Man X, Street Fighter 2 Turbo: Hyper Fighting und Final Fantasy 3. Die vollständige Liste könnt Ihr Euch hier auf Nintendo.de anschauen.

Nintendo treibt das Treubleiben auf die Spitze und geht nun voll Retro. Könnte funktionieren, zumal es attraktiv sein könnte, sich dem Überangebot an Spielen zu entziehen und die Titel der eigenen Kindheit wiederzuentdecken. Nostalgie halt. Wer sich lieber selbst eine Retro-Game-Emulationsstation basteln möchte, der kann sich Florians Artikel dazu durchlesen, denn der hat sich eine solche aus einem Raspberry Pie gebaut und das genau beschrieben.

Literarische Klassiker, nacherzählt von Jan Böhmermann und der bildundtonfabrik

In die Sommerpause verabschiedet sich das „Neo Magazin Royale” mit vier Kurzfilmen, mit denen sie Klassiker der deutschen Literatur nacherzählen. Das mit „Letzte Stunde vor den Ferien” betitelte Projekt ist eine kaleidoskopische Melange an Literatur- , Popkultur- und Film- und Fernsehzitaten, das selbstreferenzielle Pirouetten dreht und auch ein bisschen sozialkritisch ist. Herausgekommen sind dann so tolle Lines wie:

„Dieser medienreferenzielle Kram interessiert außerhalb der Sparte niemanden.”

 

aus Böhmermanns „Faust”, den Ihr Euch hier anschauen könnt:

Oder noch besser, wenn es in „Effi Briest” plötzlich heißt:

Instetten: „Ich saß zwei Stunden im Knast und du hast mich nicht rausgeholt. Ich verstoße dich.”

Effi: „Ab wann gilt das?”

Instetten: „Das tritt… nach meiner Kenntnis, ist das sofort, unverzüglich.”

Effi: „Gut.”

Instetten: „Das Kind bleibt bei mir, denn Hauptsache Alessio geht’s gut.”

 

„Die Verwandlung” ist so gut getroffen! Kafkas Themen Fremdheit und Vaterkonflikt treffen auf eine Version von Ekel-Alfred, der aus einer RTL-Doku-Soap zu stammen scheint. Großartig.

Quentin Tarantino Reservoir Dogs

25 Jahre „Reservoir Dogs”

Was hat Tarantino mit Kafka zu tun? Neben dem klassisch-modernen Schriftsteller aus Prag, mit dessem Werk das Adjektiv kafkaesk in die Welt kam, kann vermutlich nur noch Quentin Tarantino von sich behaupten, dass sein Nachname für einen adjektivischen Gebrauch benutzt wird: tarantinoesk! Mit gerade mal zwei Filmen, „Reservoir Dogs” und „Pulp Fiction” in denen der US-amerikanische Regisseur eine neue Ästhetik des Filmerzählens entwickelte, drückte Tarantino einem ganzen Genre seinen Stempel auf. So nennt man Paul McGuigans „Lucky Number Slevin” nun tarantinoesk, um in einem Wort zusammenzufassen, mit was man ungefähr rechnen kann, wenn man den Film schaut.

Tarantinos Debut „Reservoir Dogs” erschien vor 25 Jahren und der Nerdwriter fühlte sich bemüßigt, in diesem Video-Essay zu prüfen, ob es gut gealtert ist. Nebenbei geht er auch auf Tarantinos spezifische Art und Weise des Erzählens ein. Schaut es Euch an!

Shut up and take my money – Brille die reale Realität zeigt

Ich bin viel zutiefst davon überzeugt, dass das der nächste heiße Scheiß wird. Gleich mal ein paar NHL-Aktien ordern.

Irgend so eine skandinavische Firma namens Naturskyddsföreningen werkelt wohl schon etwas länger an dieser Technologie und hat bereits 2016 eine Brille entwickelt, die sogar Natural Reality geht. Krasse Grafik.

Tommy Wiseau

Eine dumme Bedrohung – Tommy Wiseau in „Star Wars“

Und dann kooperierten das Imperium, die Rebellen, die Sith und die Jedi, um die dumme Bedrohung gemeinsam zu zerschlagen.

Jaokee… Antonio Maria da Silvas „Hells Club“ war besser, größer, cineastischer und feuchter, aber hey, das bisschen Tommy Wiseau hat  ̶n̶̶o̶̶c̶̶h̶̶ ̶̶n̶̶i̶̶e̶̶m̶̶a̶̶n̶̶d̶̶e̶̶m̶ geschadet. Zusammengebaut wurde dieses Mashup von den PistolShrimps. Wer Wiseau nicht kenne sollte, der  ̶w̶̶e̶̶r̶̶t̶̶e̶  Herr hat 2003 den wohl erbärmlichsten Film der Bewegtbildgeschichte gemacht, „The Room“. Wir berichteten 2011 darüber. Der Nostalgia Critic hatte damals ein super Review über den Trashklumpen gemacht. Schaut es Euch hier nochmal an!

Endlich ein Wandbild – Erfahrungsbericht über Saal Digital

So klein ist die Welt. Da berichtet mir eine Freundin aus Berlin über Saal Digital und gleich klingelt es in meinem Langzeitgedächtnis. Das Fotostudio Saal in Siegen-Weidenau kannte ich schon aus meiner Kindheit und eine kleine Recherche ergab, dass es hier wirklich um das Traditions-Unternehmen aus meiner Nachbarschaft handelt.

Da besagte Freundin sehr gute Erfahrungen gemacht hat, habe ich mir die Seite nun doch einmal genauer angeschaut, die sich vom Layout nicht von den bekannten Marken wie Cewe-Fotoprint oder XXl-Poster verstecken muss. Eine eigene Software für den Upload und Bildbearbeitung gibt es auch.

Ich habe lange überlegt welches Bild ich für das Wandbild nehme und mich für ein Feuerwerk-Foto entschieden:

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Ich war gespannt, ob der Verlauf wie auf dem Bild sanft ineinander übergeht oder es nur auf einen harten Kontrast zwischen rot und schwarz hinaus läuft.

Software/Usability/Upload

Wie bereits erwähnt stellt Saal Digital eine Software für Win/Mac bereit. SaalDigitalDesign präsentiert sich auf meinen Imac mit MacOs Sierra ein wenig träge, aber das kann auch an den meinen nicht gerade üppigen 4 GB RAM liegen. Die Oberfläche ist gut aufgeräumt, auch ein Chat mit einem Mitarbeiter wird angeboten. Da ich mit derartiger Software vertraut bin, benötige ich diese nicht, aber gerade für Einsteiger dürfte diese Option interessant sein.

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Informationen wie Produktions- und aktuelle Lieferzeiten werden links sofort angeben, ansonsten habe ich nun die Möglichkeit einer Artikelauswahl zwischen Materialen wie dem günstigen Alu-Dibond oder dem qualitativ hochwertigerem Gallery-Print. Ich entscheide mich für den Mittelweg und nehme Acrylglas 30 x 45, Stärke: 5 mm und einer Profil-Aufhängung. Ein Upgrader sämtlicher Option ist möglich, auch auf eine Halterung komplett zu verzichten. Es wird hier noch eine Animation gezeigt, wie die Halterung letztendlich aussieht.

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Gestalten

Nach dem Auswahl von Größe und Material kann ich nun das Foto aus einer Art Explorer in der linken Bildleiste auswählen. Per Drag & Drop lassen sich diese in das Bearbeitungs-Feld ziehen, zudem gibt es direkt eine Einschätzung, wie gut die Bildqualität zu der ausgewählten Größe passt. An bekannte Bildbearbeitungssoftware wie HH kommt SaalDesignManager nicht heran, aber die Grundfunktionen wie Drehen und Beschneiden sind vorhanden. Das Ändern der Hintergrundfarben sind auch möglich, aber wohl eher für Grußkarten interessant. Das Ergebnis sind auf einem Zwischenschritt zur Bestellung noch einmal als Vorschaubild.

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Bestellung

Ich mag die Bestellung mit Paypal, weil diese unkompliziert und schnell geht. Zm Glück wird einem die Option, neben Kreditkarftenabrechnung und Lastschrift. Ich hätte mir als Option noch eine Abholung in der Filiale gewünscht, der Versand kostet 5,95 Euro und ist nur über DHL möglich.

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Versandzeit und Endergebnis

2 Tage dauerte der Versand, das Wandbild kam in einem dünnen Verpackungsmaterial, wie man es ja von Bestellungen von Amazon ja kennt. ich bin etwas skeptisch, ob es auch Stürze oder harte Stösse aushalten kann, aber so ist dann zum Glück alles gute gegangen.

Das Wandbild sah genau so aus wie bei der Bestellung und wurde nicht geschönt oder auffällig verändert. Der Farbverlauf überzeugt, das Glas erzeugt eine gewisse Wertigkeit, natürlich auch hier die Problematik, dass man es nicht unbedingt unter einer Lichtquelle haben sollte, die sich spiegelt. Die Aufhängung wirkt anfangs ungewohnt schwer, lässt sich aber sehr einfach auf einen Nagel hängen und ausjustieren.

Die reflektierende uns stark spiegelnde Glas-Oberfläche ist nicht unbedingt für die Nähe zu Lichtquellen geeignet, sollte also nicht unbedingt in die Nähe einer Lampe etc. angebracht werden.

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Fazit:

Insgesamt bin ich mit der Leistung durchaus zufrieden, würde aber nicht noch einmal Acryl-Glas als Option nehmen. Die Oberfläche wirkt zwar eleganter, die Farben knackiger, aber wie schon bei stark reflektierenden Monitoren z.B vom Imac stört die starke Spieglung gerade starker Ausleuchtung im Zimmer und ist so nur bei natürlicher Ausleuchtung zu genießen.

Die Qualität und Druck des Bildes empfinde ich als schön detailliert, mit sanften Übergängen. Eine weiteren Bestellung bei Saal Digital steht also nichts im Wege.

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